Schlechte Zahlen trotz sportlichem Erfolg

Hopfner-Appell: Mehr Zuschauer bei FCB-Frauen!

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Die schlechten Zuschauerzahlen bei den Frauen des FC Bayern bereiten Präsident Karl Hopfner Sorgen.

FC Bayern München (Frauen) - Die Frauen des FC Bayern München sorgen sportlich für Furore: nach der Meisterschaft im letzten Jahr führen sie die Tabelle der Frauen-Bundesliga auch in dieser Spielzeit souverän an. Trotzdem interessieren sich nur wenige Zuschauer für die Spiele der FCB-Damen.

Bei einem Auftritt im Rahmen der Vortragsreihe "TUM Speakers Series" sprach Bayern-Präsident Karl Hopfner an der Technischen Universität München über die schlechten Zuschauerzahlen bei den Frauen des FC Bayern. Diese sind unverändert niedrig, obwohl es für die Münchnerinnen sportlich besser denn je läuft.

In der letzten Saison konnten die FCB-Frauen zum zweiten Mal die Meisterschale nach München holen. Auch in dieser Spielzeit dominieren sie die Liga: das Team von Trainer Thomas Wörle führt die Tabelle der Frauen-Bundesliga mit 19 Punkten aus sieben Spielen an. Der Vorsprung auf den zweiten Platz aus Wolfsburg beträgt jetzt schon sechs Punkte. Den Grund dafür kennt Hopfner: "Die Mannschaft hat eine enorme Entwicklung gemacht."

Doch nicht nur die Auftritte der Bayern-Frauen werden immer interessanter, sondern der gesamte deutsche Frauenfußball. Die Weltmeisterschaft 2015 in Kanada sorgte für enorme Fernsehzahlen: allein das Spiel Deutschland gegen Norwegen verfolgten 7,09 Millionen Menschen vor den Bildschirmen. Dieses Großereignis hatte aber keine Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen in der Frauen-Bundesliga.

Denn selbst in der Herren-Regionalliga sind die Stadien besser gefüllt als in der ersten Spielklasse der Damen. Während Stand jetzt durchschnittlich 1178 Zuschauer die Spiele der Frauen-Bundesliga besuchten, fanden sich in den Stadien der Regionalliga Bayern im Schnitt 1354 Anhänger ein. Der Wert bei den Frauen ist insbesondere kritisch, weil der Zuschauerschnitt bereits in der Saison 2013/2014 mit 1185 knapp höher war. Die Bayern-Damen stehen im Zuschauer-Ranking auf Platz vier in der aktuellen Saison. Spitzenreiter ist Champions-League-Sieger 1.FFC Frankfurt mit durchschnittlich 3050 Besuchern.

Die Zahlen sorgen beim Rekordmeister natürlich nicht für Zufriedenheit. Der FCB und Hopfner „würden sich schon mehr Zuschauer bei den Heimspielen im Grünwalder Stadion wünschen." Die Bayern sind sich aber trotz dieser negativen Entwicklung sicher, dass die Frauenfußball-Abteilung stärker gefördert werden muss. Denn wie Hopfner sagt: „Der Frauenfußball steht dem Verein gut zu Gesicht.“

Quelle: fussball-vorort.de

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