Hospitant Hamann: So läuft Klinsis Training

Expertenrunde: Uli Hoeneß beobachtet mit Christian Nerlinger und Matthias Hamann Cheftrainer Jürgen Klinsmann beim Training.
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Expertenrunde: Uli Hoeneß beobachtet mit Christian Nerlinger und Matthias Hamann Cheftrainer Jürgen Klinsmann beim Training.

Ein ehemaliger Löwe in Klinsis Reich. Matthias Hamann (bestritt von 1996 bis 1998 für den TSV 1860 31 Bundesligaspiele) wurde die besondere Ehre zuteil, drei Wochen lang beim FC Bayern hospitieren zu dürfen.

Das Ganze fand im Rahmen der Ausbildung für die Fußball-Lehrer-Lizenz statt, die der 40-Jährige derzeit an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln absolviert. Und, wie war’s? „Einfach überragend“, sagt Hamann, „Jürgen war überaus nett, er hat mich voll mit eingebunden in das tägliche Programm, und das neue Umfeld an der Säbener Straße ist natürlich ebenfalls überragend.“

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Um acht Uhr in der Früh ging’s los. Hamann: „Da fand die Besprechung zwischen Jürgen und seinen Assistenten statt, ich durfte dabei sein, und anschließend gab’s die erste Trainingseinheit, in die ich ebenfalls voll integriert war.“

Mittags ging’s dann selbstverständlich ab in die neuerrichtete Wohlfühloase zum Essen und zum Relaxen. Hamann: „Da saßen dann auch mal Uli Hoeneß oder Karl-Heinz Rummenigge dabei, mit denen ich zwanglos plaudern konnte – es war alles eine sehr entspannte Atmosphäre.“

Finanzchef Karl Hopfner lud Hamann in sein Büro ein, „wo er mich über die finanziellen Strukturen beim FC Bayern etwas aufgeklärt hat. Natürlich nicht bis ins letzte Detail, aber es war schon sehr interessant.“ Ebenso die Erklärung, wie der FC Bayern letztendlich auf die Verpflichtung von Jürgen Klinsmann gekommen ist. Hamann: „Hopfner teilte mir mit, dass Jürgen Klinsmann von Anfang an die Nummer eins auf der Kandidatenliste war und eine Pro- und Kontra-Liste das nur bestätigt hat.“

Und, war es eine richtige Entscheidung? Hamann: „Auf alle Fälle. Ich hätte mir als Spieler früher auch so einen Trainer wie den Jürgen gewünscht. Er ist sehr geradlinig im Umgang mit den Spielern, offen und kommunikativ. Und überhaupt kein autoritärer Typ. Ich habe ihn auch nie wütend erlebt. Nur, wenn’s mal ganz wichtige Sachen anzusprechen gilt, dann ändert sich sein Tonfall etwas. Er ist halt ein moderner Trainer, die Zeiten der autoritären Typen sind vorbei. Da hat sich schon ein Wandel vollzogen. Diese neue Art, das ist auch die Vorstellung, die ich vom Beruf des Trainers habe.“

In der kommenden Saison will Hamann (arbeitete zuletzt fast drei Jahre bei Hessen Kassel) wieder bei einem Verein auf der Bank („Zweite oder dritte Liga“) sitzen. Nach bestandener Prüfung selbstverständlich.

Aber die Messlatte liegt hoch. Matthias Hamann grinst: „Jürgen hat mir gesagt, dass ich jetzt gefälligst auch als Lehrgangsbester abschneiden muss, nachdem ich schon beim besten Verein drei Wochen lang reinschnuppern durfte…“

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Quelle: tz

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