Beiersdorfer klatscht Beifall

HSV-Vorstand: "Robben allein war das Eintrittsgeld wert"

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Arjen Robben schwebt derzeit in anderen Sphären - gegen Hamburg war er einmal mehr der überragende Mann auf dem Platz.

München - Bayern München hat seine Generalprobe für die Champions League durch seinen zweithöchsten Bundesligasieg mit Bravour bestanden. Für Hamburg war das 0:8 eine peinliche Demontage.

Franck Ribéry zurück, Arjen Robben weiter in Galaform und eine Machtdemonstration allererster Güte: Ein überragender FC Bayern München hat sich für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Schachtjor Donezk am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) mit dem zweithöchsten Bundesliga-Sieg seiner Geschichte warm geschossen und ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Alle Kritik der letzten Wochen - vergessen.

Das beeindruckende 8:0 (3:0) gegen einen völlig überforderten und bemitleidenswerten Hamburger SV, der in 52 Jahren Bundesliga noch nie so hoch verloren hatte, zauberte selbst dem Perfektionisten Pep Guardiola ein Lächeln ins Gesicht. „Wir haben gut gespielt. Gratulation an meine Mannschaft. Ich bin zufrieden, auch weil wir wieder zu unserem Spiel gefunden haben“, sagte der Spanier und fügte mit einem Schmunzeln an: „Natürlich ist unsere Stimmung jetzt besser als vorher.“

Beiersdorfer klatscht Robben Beifall

Es passte einfach alles zusammen. Während ein völlig bedienter HSV-Trainer Joe Zinnbauer nach der Demontage nach Worten suchte, hatte der FC Bayern pünktlich vor dem Start in die Champions League „einfach Spaß. Es war wunderbar“, wie Kapitän Bastian Schweinsteiger entspannt feststellte. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprach von einem „weiteren Schritt in die richtige Richtung zu einem guten Zeitpunkt“.

Didi Beiersdorfer.

Die bärenstarken Weltmeister Thomas Müller (21., Handelfmeter und 55.) und Mario Götze (23. und 88.), Robert Lewandowski, Rückkehrer Ribéry (69.) und der einmal mehr überragende Robben mit seinen Saisontreffern 13 und 14 (36. und 47.) zerlegten den HSV in alle Einzelteile. Nur 1971 beim 11:1 gegen Dortmund waren die Münchner in ihrer erfolgreichen Historie noch treffsicherer gewesen. „Robben war allein das Eintrittsgeld wert. Als er ausgewechselt wurde, habe ich überlegt, ob ich klatschen soll. Dann habe ich es gemacht. Die Ehre muss man ihm erweisen“, sagte selbst HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer anerkennend.

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Dass Ribéry nach Faserriss sein erstes Spiel in diesem Jahr bestritt und Holger Badstuber nach über fünf Monaten Pause wegen einer Sehnenverletzung ein beachtliches Comeback feierte, rundete vor 75.000 Zuschauern einen gelungenen Nachmittag des Rekordmeisters ab. Da fiel auch nicht ins Gewicht, dass Xabi Alonso wegen einer Muskelverhärtung kurzfristig passen musste. Sein Einsatz in Lwiw, wo die Bayern gegen Donezk spielen, ist offen.

Ganz anders war die Stimmung beim demoralisierten HSV, bei dem Erinnerungen an den März 2013 wach wurden, als die Norddeutschen in der Allianz-Arena mit 2:9 unter die Räder gekommen waren. Es wurde noch schlimmer. „Wir schämen uns“, sagte Sportdirektor Peter Knäbel. Beiersdorfer sprach ebenfalls von einer „beschämenden Leistung“.

Zinnbauer versammelte sein Team unmittelbar nach dem Schlusspfiff um sich. Auf eine Standpauke verzichtete er jedoch. Das Ergebnis sei schon „negativ genug. Da gibt es ohnehin keine Entschuldigung. Es bringt nichts, jetzt draufzuschlagen“, sagte er und versuchte tapfer, den Blick nach vorne zu richten: „Wir müssen das Spiel jetzt so schnell wie möglich abhaken und die Köpfe hoch kriegen. Wir müssen gegen Gladbach Gesicht zeigen und das Spiel vergessen lassen.“

sid

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