"Eine Karikatur seiner selbst"

Ibrahimovic-Berater ätzt erneut gegen Pep

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Mino Raiola hat viele Bewunderer im Fußballgeschäft - aber auch viele Gegner.

München - Braucht da jemand einen Psychiater? Mino Raiola, streitbarer Berater des streitbaren Zlatan Ibrahimovic, hat die Trennung seines Klienten vom FC Barcelona immer noch nicht verwunden und schießt erneut gegen Pep Guardiola.

Ach, Herr Raiola, so langsam wird's langweilig! Mino Raiola, seines Zeichens einer der umtriebigsten und finanziell erfolgreichsten, gleichzeitig aber auch streitbarsten Fußballberater des Planeten, zählt den kaum minder streitbaren Superstar Zlatan Ibrahimovic zu seinen Klienten. Der wechselte bekanntlich 2009 zum FC Barcelona, wurde dort unter Trainer Pep Guardiola aber nicht glücklich und verließ die Katalanen nach einem enttäuschendem Jahr wieder. Bereits in der Vergangenheit hatte Raiola mehrmals kein gutes Haar am Trainer Guardiola gelassen, ihn unter anderem als "Scheißkerl" bezeichnet.

Raiola: "Guardiola ist falsch und eine Karikatur seiner selbst"

Offenbar wächst sich die Gram über das damalige Missverständnis nun zu einer dauerhaften Fehde aus. Denn Raiola hat in einem aktuellen Interview mit der französischen Zeitung "L'Equipe" nun nochmal gegen Guardiola nachgelegt. "Als ich sagte, dass er ein Scheißkerl ist, habe ich das über ihn als Mensch gemeint, nicht als Trainer. Er hat ein Jahr gebraucht, uns zu überzeugen, bei Barca zu unterschreiben. Und als Zlatan da war, sagte er, beim kleinsten Problem könne er zu ihm kommen."

Doch dann habe sich Guardiola plötzlich anders verhalten als versprochen: "Sechs Monate später entschied er ohne Grund, nicht mehr mit Zlatan zu reden. Er hat ihm nicht mal 'Guten Tag' und 'Auf Wiedersehen' gesagt. Ich sage, Guardiola ist falsch und eine Karikatur seiner selbst." Bleibt nur zu hoffen, dass sich Pep die deutsche Redewendung zu Eigen macht: "Was juckt's die Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt."

Im gleichen Interview erklärt Raiola übrigens auch, warum der 1,96 Meter große Stürmer Zlatan Ibrahimovic so selten Kopfballtore erzielt oder generell das Spielgerät selten mit seinem Haupthaar berührt. "Zlatan sagt, er ist zu schön. Er will seinen Kopf nicht nehmen aus Angst, dass er ihn beschädigen könnte", lautet Raiolas Auskunft, aus dessen Sicht dieses Manko angesichts der überragenden Qualitäten seines Spielers zu vernachlässigen ist: "Zlatan ist einmalig auf der Welt. Es gibt keinen Spieler, der 1,96 Meter groß ist, die Technik von Messi, den Charakter von Muhammad Ali und die Kraft von Mike Tyson hat." Äääääh ja.....

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