Interessenten für Rode und Dante

Was passiert noch in Bayerns Luxus-Kader, Pep?

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Für Sebastian Rode (l.) und Dante (r.) ist im Moment kein Platz im FCB-Luxuskader von Trainer Pep Guardiola.

München - Rode, Hojbjerg, Green, Kurt: Sie alle kamen zuletzt wenig bis gar nicht beim FC Bayern zum Einsatz. Vor dem Hoffenheim-Spiel antwortete Trainer Pep Guardiola auf Fragen nach deren Zukunft - gezwungenermaßen.

Man hat das Gefühl, Pep Guardiola ist unendlich froh, wenn der August vorbei ist. Nicht, dass er sich schon jetzt auf eine länderspielbedingte Pause freut oder den ersten internationalen Härtetest in der Champions League. Der Trainer des FC Bayern dürfte ab dem 1. September eine ihm sichtlich lästige Thematik aus der regelmäßigen Fragerunde mit den Journalisten streichen: die Transferaktivitäten des Rekordmeisters.

Wenn am 31. August die diesjährige Wechselperiode schließt, sind viele störende Personaldiskussionen vom Tisch. Denn dann wird sich zumindest am aktuellen Kader nichts mehr ändern. Im Moment aber, und so auch am Freitag, galt noch die Standardfrage: Was passiert hier, Pep?

Neuerlicher Ausgangspunkt für Nachfragen war die Abstellung der Jungspunde Julian Green, Sinan Kurt und Gianluca Gaudino an die zweite Mannschaft. Die drei Talente sollen im Spielrhythmus bleiben, was sie bei Pep und seinem Luxuskader freilich nicht können. „Junge Spieler müssen spielen“, erklärte der Coach. Was er aber unterstrich: Trainieren soll das Trio weiterhin bei den Profis. Und auch ein Ausleihgeschäft ist nicht angedacht. Pep: „Sie sind an einem guten Ort.“

Ob das auch für Sebastian Rode und Abwehrbrasi Dante gilt? Gegen den HSV waren beide nicht im Kader. Fast schon logisch, dass für Spieler dieser Klasse sogleich Vereine gehandelt werden, die sich um sie bemühen könnten. Auf die Frage, was an den Gerüchten speziell bei Sebastian Rode dran ist und wie es mit ihm weitergeht, wirkte Pep Guardiola am Freitag fast hilflos. „Ob er jetzt im Kader sein wird, kann ich noch nicht sagen. Aber ich bin mir sicher, dass wieder zwei oder drei Spieler hier bleiben (und nicht im Kader für das Hoffenheim-Spiel sind, Anm. der Red.) und ein Kollege mich nächste Woche bei der Pressekonferenz fragt, warum diese Spieler nicht im Kader sind.“ Fast flehentlich fügte er an: „Ich kann nur 18 Spieler in meinen Kader nehmen!“ Dann lobte er Rode noch für seine Einstellung und seinen Einsatz und erklärte, wie gern er mit ihm zusammenarbeitet. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Aber ich verstehe auch jeden Spieler und seine persönliche Situation.“ Zudem fügte er immer wieder an, dass er nicht die richtige Person sei bei diesen Fragen. Der Verein entscheide.

Und der dürfte sich in diesen Tagen wohl vor allem mit einer anderen Personalie auseinandersetzen: Pierre-Emile Hojbjerg. Der Däne rückt erneut in den Fokus von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen, nachdem sich Neuzugang Charles Aranguiz einen Achillessehnenriss zugezogen hat und lange ausfällt. Hojbjerg soll für ein Jahr auf Leihbasis zur Werkself wechseln, er könnte sich dort ähnlich herausragend entwickeln wie zu jener Zeit Toni Kroos.

Ein anderer Bayern-Profi wird dagegen nicht zu den Rheinländern gehen: Dante. Der Innenverteidiger wurde in den vergangenen Tagen als Verstärkung für Leverkusen gehandelt, laut tz-Informationen sieht man dort aber die angeblich geforderten neun Millionen Euro Ablöse als wesentlich zu hoch an. Pep Guardiola sagte im Übrigen genau wie über Rode, er „freut sich“ über Dante. Ob er ihn aber deswegen mit nach Hoffenheim nimmt? Falls nicht, sind ihm nächste Woche ein paar Fragen sicher.

mic

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