"Da ist noch Luft nach oben"

BVB-Albtraum Robben droht der Konkurrenz

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Arjen Robben.

München - Dortmunds Schwarzer Peter hat einen Namen: Arjen Robben. Erst Wembley, dann das Pokalfinale 2014 – am Samstag machte der Holländer erneut die entscheidende Kiste gegen den BVB. Warum er kein Mitleid mit Kloppo & Co. hat, verrät er im Interview.

Herr Robben, Sie sind gleich nach Schlusspfiff zu Roman Weidenfeller gegangen. Wieso?

Robben: Das gehört dazu. Egal ob man gewinnt oder verliert, man muss Respekt voreinander haben. Während des Spiels geht es gegen den anderen, danach kann man aber auch ruhig das ein oder andere ansprechen.

Hatten Sie bei Ihrem Elfertor das Gefühl: Wembley reloaded?

Robben: Es ist immer schön, vier Minuten vor dem Ende das Tor zu machen. Mir war aber wichtiger, dass wir gewonnen haben. Ich war überzeugt, dass ich das Ding reinmachen würde.

In der ersten Hälfte haben Sie sich noch schwergetan.

Robben: Uns hat ein bisschen die Intensität gefehlt. Teilweise haben wir nicht aggressiv genug gespielt, gute Chancen haben wir uns aber trotzdem herausgespielt. Da hätte der ein oder andere schon reingehen dürfen.

Haben Sie mittlerweile schon ein bisschen Mitleid mit den Dortmundern?

Robben: Nein, das hätten sie auch nicht. Trotz der Position in der Tabelle ist das eine Topmannschaft. Sie werden auch noch weiter nach oben kommen, da habe ich überhaupt keine Zweifel.

Guardiola meint, dass die Mannschaft erst nach der Winterpause in Schwung kommen würde, dabei sind Sie schon jetzt kaum zu stoppen. Ist der FCB unschlagbar?

Robben: Unschlagbar nicht. Mittlerweile kenne ich die Fußballwelt ein bisschen: Heute ist die Situation so, in zwei Wochen kann es wieder anders sein. Wir müssen kritisch sein und versuchen, Dinge zu verbessern. Einfach nicht nachlassen und denken, dass wir locker durchmarschieren und die Meisterschaft gewinnen. Nein, so geht es nicht. In der Bundesliga kämpft jedes Team hart um seine Punkte.

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Haben Sie jetzt den VfL Wolfsburg auf der Rechnung?

Robben: Wir schauen nicht auf die Gegner. Das ist nicht wichtig, wir müssen nicht immer auf die Tabelle schauen. Wir müssen lieber auf uns schauen und aus so einem Spiel wieder lernen. Das ist wichtig für die Zukunft, damit wir weiter in unserem Rhythmus bleiben.

Bei wie viel Prozent ist der FC Bayern schon?

Robben: Luft nach oben ist schon noch. Teilweise spielen wir aber auch schon richtig guten Fußball, das darf man auch ruhig sagen. Man muss sich ja nicht immer verstecken und sagen, dass da noch mehr geht. In Rom 7:1 gewinnen, dann Dortmund schlagen – wir sind auf einem guten Weg. Aber wir dürfen nicht denken, dass es jetzt von allein geht.

War Dortmund bislang das schwerste Spiel?

Robben: Wir haben schon einige Spiele gehabt, auch in Gladbach. Aber es ist gut, dass wir gegen Dortmund zurückgekommen sind und in der zweiten Halbzeit Gas gegeben haben.

Aufgezeichnet: lop

Pressestimmen: "BVB-Albtraum Robben sticht wieder zu"

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