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SC-Freiburg-Spieler im Interview

Janik Haberer: „Heynckes  wird Mannschaft das Bayern-Gen einimpfen“

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Der Freiburger Janik Haberer.

Unterhaching, Hoffenheim, Bochum, Freiburg – so verlief der Weg in die Bundesliga für Janik Haberer vom SC Freiburg. Nun ist der gebürtige Allgäuer U21-Weltmeister. Im tz-Interview spricht er über das anstehende Duell mit dem FC Bayern.

Herr Haberer, vor drei Jahren haben Sie Unterhaching verlassen, jetzt sind Sie U21-Europameister. Müssen Sie sich manchmal kneifen? 

Haberer: Ich bin überglücklich, dass ich in der Bundesliga angekommen bin. Für mich war es top, dass ich bei der U21-Europameisterschaft dabei war, weil der Kader schon mit erfahrenen Bundesligaspielern gespickt war. Dass ich im Halbfinale und Finale auf dem Platz gestanden habe, war schon ein kleiner Traum. Dass wir den Titel geholt haben, war unglaublich.

Sie haben in Unterhaching als 16-Jähriger im Hotel gewohnt, Präsident Manfred Schwabl zahlte dafür. 

Haberer: Ich war früh von der Familie weg. Allerdings war es damals für einen jungen Typen wie mich auch super. Ich habe jede Menge Erfahrungen gemacht, bin von der Kleinstadt in die Großstadt gezogen. Es war eine richtig tolle Zeit. 

Sie kommen aus Wangen im Allgäu, haben bisher aber nicht für den FC Bayern gespielt. Gab es kein Angebot? 

Haberer: In der Jugend gab es schon die Überlegung, nach München zu wechseln. Ich habe mich aber für einen anderen Weg entschieden, was auch richtig war. Bei den Bayern aus der Jugend raus und zu den Profis zu kommen, ist relativ schwierig. Das schaffen nur die wenigsten. Für mich war der andere Weg, im frühen Alter schon bei den Herren zu spielen, der richtige. 

Ärgert es Sie, dass Freiburg ausgerechnet jetzt auf Bayern trifft? Im ersten Spiel nach Ancelotti? 

Haberer: Es ist nie angenehm, gegen die Bayern zu spielen. Was am Samstag passieren wird, das weiß ich nicht. Es ist relativ egal, ob Ancelotti oder Heynckes auf der Bank sitzt. Man muss aufpassen, wenn sie ins Rollen kommen und vor eigenem Publikum spielen. Daran hat sich nichts geändert. Aber vielleicht gibt der Trainerwechsel noch mal extra Schwung. 

Wie haben Sie den frühen Trainerwechsel in München wahrgenommen? 

Haberer: Ich war überrascht. So etwas gab es die letzten Jahre nicht mehr. Nicht jeder hat mit Heynckes gerechnet. Aber er wird der Mannschaft wieder das Bayern-Gen einimpfen. Das wird man auch am Wochenende schon sehen

Streich im Video: Das wird Heynckes aus den Bayern herausholen

In der letzten Saison haben Sie gegen die Bayern getroffen. 

Haberer: Es wäre schön, auch in München zu treffen. Wir haben letzte Saison am letzten Spieltag ein sehr gutes Spiel gemacht und hatten mehrere große Torchancen. Aber wenn wir jetzt eine gute Leistung abliefern, ist es auf jeden Fall möglich, etwas mitzunehmen.

Sind Sie froh, dass es dieses Mal keine Halbzeitshow mit Anastacia geben wird? 

Haberer: Es war nicht angenehm letzte Saison. Wir sind aus der Kabine raus gekommen und dachten, dass es wieder losgeht. Dann hat es aber noch mal fünf Minuten gedauert, das bringt einen schon aus der Konzentration. 

Sie sind mit dem SC in der Europa-League-Quali gescheitert, zuletzt haben alle sechs deutschen Teams auf europäischer Bühne verloren. Muss man sich Sorgen um die Bundesliga machen? 

Haberer: Das glaube ich nicht. Die Liga hat so viel Qualität und ich glaube, dass das nur eine Phase ist. Es passiert mal, dass man schlechte Wochen hat. Aber die Mannschaften werden sich wieder fangen. 

War es gut für Freiburg, dass man sich auf Liga und Pokal konzentrieren kann? Stichwort: Köln.

Haberer: Im Nachhinein schon, aber natürlich wollte jeder Spieler von uns in die Gruppenphase kommen. Wenn man jetzt aber sieht, wie schwer Köln sich tut, dann ist es vielleicht nicht so schlecht. 

Der SC hat erst eins der sieben Liga-Spiele gewonnen. Woran hakt es noch? 

Haberer: Beim Sieg gegen Hoffenheim hat man gesehen, dass wir guten Fußball spielen. Deshalb hatten wir es auch verdient. Wir hatten gegen Hannover schon einige Chancen und auch Hochkaräter gegen Bremen. Gegen Hoffenheim ist der Knoten geplatzt, da hätten wir noch mehr Tore schießen können. Wir sind auf dem richtigen Weg, den wollen wir am Samstag in München fortsetzen! 

Interview: Jonas Austermann

Video: Glomex

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