Keine Abwanderungsgedanken bei Martinez

"Ich weiß gar nicht, wo Rummenigges Büro ist"

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Steht Javi Martinez gegen den BVB in der Startelf? Der Spanier wäre bereit.

München - Javi Martinez war eine der tragenden Säulen der Triple-Saison. In einem Interview spricht der Spanier nun über sein erstes Jahr unter Pep Guardiola und das Pokalfinale gegen den BVB.

Immer wenn es gegen Borussia Dortmund wichtig wurde, war Javi Martinez beim FC Bayern zur Stelle: Beim Hinspiel in der Bundesliga in dieser Saison zermürbte er in der ersten Halbzeit die Angriffsmaschine des BVB zunächst derart, dass diese kaum einen Weg in den Bayern-Strafraum fand. Und im Finale der Champions League 2012/2013 lieferte der 40-Millionen-Spanier wohl sein bestes Spiel für die Münchner ab. Er gab nach der Sturm-und-Drang-Phase dem Spiel der Roten Sicherheit und Stabilität. Das Ergebnis: Der Pokal ging an Bayern. Martinez ist sozusagen eine Art Profi im Aufhalten des Dortmunder Offensivbetriebs. Zuletzt hatten die Bayern mit diesem allerlei Probleme. Mit 0:3 verlor der FCB in der heimischen Allianz Arena.

Als bestmögliche Revanche dafür soll das DFB-Pokal-Finale am Samstag (Anstoß 20.00 Uhr, bei uns können Sie das Spiel im Live-Ticker verfolgen) herhalten. Martinez kennt seine Rolle genau. "Ich muss der Abwehr helfen. Wenn ich gegen Dortmund im Pokalfinale spiele, will ich ihre Konter zerstören", so der Spanier in der Sport Bild.

Javi: "Wollen auch für die Bosse gewinnen"

Zuletzt war die Rivalität zwischen den derzeit besten Vereinen Deutschlands keine rein sportliche. Ein Bayern-Kredit an Borussia Dortmund aus dem Jahr 2005 sorgte für deftige Streitereien zwischen BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und dem jetzigen Bayern-Präsidenten Karl Hopfner. Der Zwist geht auch an den Profis nicht spurlos vorüber, wie Martinez zugibt: "Uns Spielern ist auch klar, dass unseren Verantwortlichen ein Sieg gegen Dortmund besonders wichtig ist. Wir wollen für uns, aber auch für sie gewinnen."

Unter seinem neuen Trainer fühlt sich Javi entgegen anderer Meldungen sehr zufrieden. Ihn ärgert nur, dass er in der laufenden Saison viele Verletzungen zu verkraften hatte. Fast vier Monate fiel er wegen einer Operation an der Leiste zu Beginn der Saison und einer Sprunggelenksverletzung kurz nach dem Start der Rückrunde aus. Das Ergebnis: In nur 33 Spielen kam Martinez in dieser Spielzeit zum Einsatz, nicht selten wurde er erst kurz vor Schluss eingewechselt.

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Für den Spanier dennoch kein Grund, an einen Abschied aus München zu denken. "Ich denke nur daran hierzubleiben. Ich denke der Verein und Pep sind mit mir zufrieden. Ich gehe davon aus, dass der Verein mich behalten will", so Martinez in der Sport Bild. Das Angebot von Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, wechselwillige Spieler in seinem Büro zu empfangen, hat er deswegen nicht einmal in Betracht gezogen: "Ich weiß gar nicht, wo sein Büro ist."

bix

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