Spanier mit lädiertem Meniskus

Martinez: Nun muss der Thiago-Arzt ran

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Drei bis vier Wochen wird Javi Martinez dem FC Bayern fehlen.

München - Aus einer weiteren Hiobsbotschaft für den FC Bayern wurde im Fall von Javi Martinez ein hoffentlich verkraftbarer Ausfall. Nun wird er von dem Arzt behandelt, der schon Thiago Alcantara kurierte.

Der Fluch nimmt kein Ende! Nachdem der FC Bayern monatelang auf Jerome Boateng wegen eines Muskelbündelrisses verzichten muss, hat es nun den nächsten Innenverteidiger erwischt. Wegen eines kleinen Problems am Meniskus wird Javi Martínez drei bis vier Wochen ausfallen, womit die Bayern aktuell in Holger Badstuber nur noch einen etatmäßigen Innenverteidiger zur Verfügung haben. Problematisch dürfte die akute Personalnot vor allem in der Champions League werden, wo der FCB bereits am 23. Februar zum Achtelfinal-Hinspiel nach Turin muss. Martínez ist sich zwar bewusst, dass er in der Regel schnell wieder fit wird und will die Partie in Turin daher noch nicht ganz abschreiben, die Hoffnungen sind aber minimal.

Wie die tz erfuhr, hat die Blessur nicht etwas mit Martínez altem Knieschaden zu tun, der ihn ein Jahr lang außer Gefecht gesetzt hatte. Der Spanier, der gestern vom starken Joshua Kimmich in der Abwehrmitte ersetzt wurde, klagte nach dem 2:1-Sieg in Hamburg über leichte Kniebeschwerden, worauf er sicherheitshalber eine MRT durchführen ließ. Das Ergebnis: Die alte Verletzung ist verheilt, es besteht also kein Grund zur Sorge. Da die Beschwerden in den Folgetagen aber nicht wichen, ließ der Spanier weitere Tests durchführen, die Folgendes offenbarten: Beim Welt- und Europameister hat sich ein millimeterkleines Stück des Meniskus gelöst.

Aus diesem Grund und um weiteren Problemen vorzubeugen, wird Javi in den kommenden Tagen eine Säuberung der maladen Stelle in Form einer Arthroskopie vornehmen, die ihn insgesamt bis zu vier Wochen zum Zuschauen zwingen wird. Der Eingriff wird auf seinen Wunsch in Barcelona von Dr. Ramon Cugat vorgenommen, der zuvor auch Thiago am Knie behandelt hatte. „Keine große Geschichte“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer bei Sky. „Er hat Probleme, dementsprechend haben unsere Ärzte Maßnahmen ergriffen.“ Javi Martínez selbst twitterte: „Zum Glück ist es keine schwere Verletzung.“

Für die Bayern-Bosse stellt sich derweil die Frage nach Ersatz: Nach Boatengs Ausfall hieß es zunächst, man vertraue in das vorhandene Personal und wolle nicht tätig werden auf dem Transfermarkt, was sich nun angesichts der herben Pesonalnot in der Abwehr nach dem Martínez-Ausfall doch nochmal ändern könnte. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bekräftigte, es gebe „auf dem Markt derzeit keine Qualität. Deshalb ist ein Transfer fast ausgeschlossen. Wir hatten uns schon nach Jerome Boatengs Verletzung intensiv mit dem Markt beschäftigt.“ Sammer fügte an: „Es gibt nichts, was uns besser macht. Und dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, dass wir da noch was machen werden.“ Und wenn doch, dann bleibt den Bayern nur noch der Montag. Nicht mal, denn um 18 Uhr schließt das Transferfenster.

José Carlos Menzel López

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