Als Sechser extrem wertvoll

Martinez verrät: Ohne seinen Bruder wäre er Torwart geworden

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Die Hand benötigt er auf dem Platz kaum: Javi Martinez erfreut den FC Bayern im Mittelfeld statt im Tor.

Beim FC Bayern ist Javi Martinez als Sechser quasi unverzichtbar. Nun verrät der Spanier, dass er früher eine andere Position ins Auge gefasst hat und sein Vater mit München nicht so richtig warm wird.

München - Unter Jupp Heynckes hat Javi Martinez seinen Stammplatz wieder gefunden. Wie bereits in der Triple-Saison 2013 räumt der Spanier im defensiven Mittelfeld des FC Bayern auf, gibt als Sechser den Staubsauger und Ankurbler zugleich. Eine Position ganz nach seinem Geschmack. „Dort fühle ich mich wohl. Ich bin kein Spieler, der im Eins-gegen-eins die Spieler ausdribbelt. Aber ich habe das Auge, wann ich wo stehen muss, um meinen Mitspielern zu helfen und Angriffe des Gegners zu vermeiden“, erklärt der Welt- und Europameister in der Sport Bild.

Dabei sah sich Martinez nicht immer als Mittelfeld-Ass. Ursprünglich hatte er eine ganz andere Rolle auf dem Feld für sich entdeckt. „Als ich acht Jahre alt war, wollte ich unbedingt ins Tor“, erinnert sich der Familienvater: „Mein Bruder hat mir eine Wette angeboten: Er schießt zehn Elfmeter. Wenn ich einen halte, darf ich Torwart werden. Alvaro traf zehnmal und ich wurde Feldspieler.“ Auch der Schussstärke des älteren Martinez ist es also zu verdanken, dass die Roten mittlerweile eine solche Freude am 29-Jährigen haben.

Karriereende vielleicht in den USA

Und das wohl noch eine ganze Weile. Denn Martinez betont, er wolle seinen bis 2021 laufenden Vertrag bei den Roten „auf jeden Fall erfüllen. Aber ich liebe es, neue Länder zu sehen und Erfahrungen zu sammeln. Ich will nicht ausschließen, am Ende der Karriere zum Beispiel in die USA zu wechseln.“ Wegen seiner Entscheidung für den deutschen Rekordmeister musste er sich von seinem Vater allerdings schon einiges anhören. „Ihm ist es in München meistens einfach zu kalt. Wenn es nach ihm geht, hätte ich nach Kuba wechseln müssen“, lacht der 18-malige Nationalspieler.

Freude kommt auch auf beim Gedanken an den neuen Mitspieler: Rückkehrer Sandro Wagner. „Er erinnert mich an Mario Mandzukic“, vergleicht Martinez den gebürtigen Münchner mit dem mittlerweile bei Juventus Turin spielenden Kroaten: „Er ist einer der Spieler, den du nicht als Gegner, sondern in der eigenen Mannschaft haben willst.“ Beste Voraussetzungen also für die Rückrunde - mit Sechser Martinez und dem neuen Stürmer Wagner.

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mg

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