Weltmeister gewährt Einblick in seine Wohnung

Mit Jerome Boateng im Reich der Schuhe

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Lässiger Typ: Jérôme Boateng im Schuhzimmer seiner Bogenhausener Wohnung – auch eine Massageliege steht dort.

München - Jerome Boateng hat einer Zeitschrift einen exklusiven Einblick in seine Wohnung gegeben. Der Bayern-Verteidiger hat sogar ein eigenes Zimmer für seine Schuhe.

Im WM-Finale gegen Argentinien machte er das Spiel seines Lebens, strafte alle Kritiker Lügen, die ihn für notorisch überschätzt hielten. Gegenüber dem Magazin GQ verriet Jérôme Boateng (25) nun, wie er sich während und nach dieser historischen Partie fühlte. „Ich war angespannt und doch gelassen“, sagt der Bayern-Star. „Das Spiel lief gut für mich, ich habe mich sicher und fit gefühlt.“ Zehn Minuten vor Ende der Verlängerung sei Mats Hummels auf ihn zugekommen: „Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende. Du musst mir helfen, du musst da sein.“

Boateng war da, rettete die kurz darauf erzielte Führung zusammen mit Manuel Neuer über die Zeit. „Ich liebe diese Spiele, in denen es darauf ankommt“, sagt er. „Wenn man dann ein paar gelungene Aktionen hat, macht es richtig Spaß. Man will, dass das Spiel gar nicht aufhört.“

Den Abpfiff konnte Boateng trotzdem genießen. „Mein Leben lief in dem Augenblick wie im Schnelldurchlauf durch meinen Kopf: wie alles anfing mit dem Fußball, welche Schwierigkeiten ich überwunden habe, und dass ich jetzt mit dieser Mannschaft den Titel geholt hatte.“ Dabei soll’s nicht bleiben. Boateng: „Die EM ist das nächste Ziel für die Nationalmannschaft. Den Titel wollen wir auch noch.“

Wie er es geschafft hat, vom Bruder Leichtfuß zum stabilsten deutschen Innenverteidiger zu werden? Eine wichtige Rolle habe Pep Guardiola gespielt. „Ich will nicht hören, dass Boateng nur gut war“, erinnert er sich an die prägenden Sätze des Meistertrainers. Ich will mehr! Ich will, dass du immer stehst. Du löst die Situation aufrecht. Wenn du grätscht, hast du keine Lösung. Du bist schnell, du bist stark, du hast immer eine Lösung.“

Auch in seiner Bogenhausener Dachgeschosswohnung, wo sich Jérôme ein eigenes Zimmer für seine Schuhsammlung eingerichtet hat. Nebenan, auf der Massagebank, lässt er sich von seinem persönlichen Physiotherapeuten regelmäßig durchkneten. „Ich bin quasi nie verletzt“, sagt Boateng. „Das ist die Arbeit meines Physios. Er kennt meinen Körper besser, als ich ihn selbst kenne.“

Mehr auf www.gq-magazin.de/boateng

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