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Autsch, das tut weh! Frankreich-Presse ledert böse gegen Ex-FCB-Star Boateng

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Von: Florian Schimak

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JErome Boateng läuft über den Platz
Jerome Boateng kam mit Olympique Lyon bei Stade Rennes mit 4:1 unter die Räder. © IMAGO / PanoramiC

Jerome Boateng spielt seit dem vergangenen Sommer bei Olympique Lyon. Eigentlich lief‘s für den Ex-FCB-Star recht ordentlich - bis zum Wochenende.

München/Rennes - Seit September schnürt Jérôme Boateng nun seine Fußballschuhe für Olympique Lyon. Im Sommer war der Vertrag des Innenverteidigers beim FC Bayern ausgelaufen und wurde nicht verlängert.

Eigentlich lief es für den 33-Jährigen in den ersten Wochen in der Ligue 1 auch recht ordentlich, doch nach der desolaten 1:4-Klatsche von OL am Sonntagabend bei Stade Rennes, bekam er jetzt von Frankreichs Presse ordentlich einen auf den Deckel.

Jerome Boateng: Frankreich-Presse ledert gegen Ex-FCB-Star - „Spielt wie ein Geist“

„Er hat gespielt wie ein Geist“, schrieb L‘Equipe am Montag über Boateng. Die größte Sport-Zeitung Frankreichs sah dabei einen Boateng, der „komplett neben sich stand“ und ebenso wie seine Mannschaftskollegen von der „Dynamik und Aggressivität“ der Gastgeber „überwältigt“ gewesen wären.

Einzig durch seinen Wutausbruch in der ersten Hälfte sei Boateng auffällig gewesen. So schrieb L‘Equipe: „Seine spektakulärste Szene hatte er, als er Leo Dubois zur Schnecke machte.“ Autsch, das tut weh!

Der Ex-FCB-Star liefert sich eine heftige Diskussion mit dem Rechtsverteidiger von OL. Nach der Partie soll sich Boateng aber bereits entschuldigt haben. „Es waren Emotionen drin, weil die Dinge nicht so gelaufen sind, wie wir das wollten“, so der Weltmeister von 2014: „Das war keine gute Kommunikation.“

Boateng hatte Deutschland im Herbst verlassen. Kurz darauf wurde er wegen häuslicher Gewalt vom Landgericht München zu einer satten Geldstrafe verurteilt.

Video: Nach Verurteilung - Jérôme Boateng geht in Berufung

In Lyon hat Boateng einen Zweijahresvertrag unterschrieben und erkämpfte sich zudem umgehend einen Stammplatz. Er absolvierte für das Team von Ex-Bundesliga-Coach Peter Bosz wettbewerbsübergreifend zehn Partien und stand insgesamt 715 Minuten auf dem Platz.

Beim FC Bayern hatte er sich unter Hansi Flick wieder gefangen und einen Stammplatz erkämpft, nachdem er unter Vorgänger Niko Kovac keine Rolle mehr gespielt hatte. Zwischenzeitlich wurde sogar über ein Comeback im DFB-Team spekuliert. (smk)

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