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„Unglaublich für einen Innenverteidiger“: Frankreich-Experte lästert über Jerome Boateng

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Von: Michael Haug

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Jerome Boateng wird von Frankreich-Experte David Fioux kritisiert, angeblich kommt der Ex-Bayern-Star auch in der eigenen Mannschaft nicht gut an.

Lyon - Jerome Boateng galt beim FC Bayern München als echter Anführer, als einer, der seine Mittelspieler mit seiner Mentalität mitreißen kann. In seinen zehn Jahren an der Säbener Straße gewann er neunmal die deutsche Meisterschaft, fünfmal den DFB-Pokal und zweimal die Champions League. Im Sommer 2021 wechselte der 33-Jährige zu Olympique Lyon und löste dort Euphorie aus. Diese Euphorie ist längst nicht mehr existent, Boateng ist heute eine der meist kritisierten Spieler in einer viel kritisierten Mannschaft.

„Der Weltmeister ist langsam und instabil.“: Fioux mit knallharter Boateng-Kritik

Zu Beginn der Saison lobte Trainer Peter Bosz Boateng noch, kritisierte aber seinen Fitnesszustand. David Fioux, der Chefreporter der L´Equipe, erneuert die Kritik an Boateng, der um die Jahreswende mit einer Scharmbeinentzündung zu kämpfen hatte. „Boateng ist eigentlich nicht in der Lage, ein ganzes Spiel zu absolvieren. Höchstens 60 Minuten kann er durchhalten. Unglaublich für einen Innenverteidiger.“

Ex-Bayern-Profi Jerome Boateng steht in der Kritik.
Ex-Bayern-Profi Jerome Boateng steht in der Kritik. © IMAGO/Frederic Chambert

Als möglichen Grund sieht Fioux auch das Umfeld. „Der Boateng aus Lyon sieht nicht mehr wie der Boateng aus München aus. Dort hatte er Super-Kumpels wie David Alaba, einen Trainer, der ihn liebte, wie Hansi Flick, und natürlich ein passendes Niveau. In der Ligue 1 ist das Leben für ihn viel schwieriger“, beurteilt der Chefredakteur.

Jerome Boateng: Verursacht er Probleme in der Kabine?

Peter Bosz, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen, übernahm vor der Saison 21/22 bei Olympique Lyon. Unter Vorgänger Rudi Garcia erreichte der einstige Dauerchampion im Vorjahr noch den vierten Rang, 2020 stand OL im Halbfinale der Champions League. Momentan ist das Team nur Siebter in der Ligue 1, hinkt den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. Über eine Entlassung von Peter Bosz wurde in den französischen Medien zur Genüge spekuliert, allerdings könnte das jüngste 3:0 gegen den Tabellenzweiten Olympique Marseille seinen Job retten.

Ob es in der Mannschaft stimmt, ist dennoch fraglich. Mitte Februar berichtete L´Equipe von einem „exzessiven Führungsanspruch“ Boatengs, der bei bei seinen Mitspieler nicht gut ankomme. Boateng hat in Lyon noch einen Vertrag bis 2023. Von Euphorie ist in Lyon aber längst nichts mehr zu spüren. Das Europa-League-Ausscheiden gegen West Ham United führte bei den emotionalen Fans zu heftigen Randalen.

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