Zum Bayern-Hit in Leverkusen

TV-Kritik: „Ja gibt’s denn des, a Leberkäs!?“-Gedanken beim Bayern-Spiel

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Das Duo im Zweiten: Sebastian Kehl stand Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein zur Seite.

Schluss mit Winterpause, die Bundesliga legt wieder los. Auf den Rückrundenauftakt hat sich kaum jemand so sehr gefreut wie Jörg Heinrich. Feuer frei für seine TV-Kolumne.

München - Der Sammer bringt’s auf den Punkt: „Weihnachten ist gut, Silvester ist auch gut, Bundesliga ist besser“, verkündete der Ex-Mahner am Freitagabend bei Eurosport. Und das Allerbeste: Wir können endlich wieder sondieren, was sich im Fußballfernsehen tut.

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Matthias Sammer: Machte bei Bayer gegen Bayern zusammen mit Jan Henkel dort weiter, wo die beiden 2017 aufgehört haben. Man möchte sich vor Freude zu Boden werfen, so herrlich ist das. Der Prachtsachse brannte vor lauter Lust auf Fußball schon wieder lichterloh wie ein Christbaum im März. Es ging zackig zu bei Eurosport - kein Geschwätz, nach drei Minuten die Aufstellung, nach vier Minuten die Taktik. Thomas Müller referierte über Motivation in seinem hohen Alter. Und ein stark verbesserter Brazzo verriet schlitzohrig, warum Sandro Wagner nicht spielte: „Weil der Trainer ihn nicht aufgestellt hat.“

Keiner nimmt bei Eurosport ein Blatt vor den Mund. Jan Henkel, grundehrlich zu Brazzo: „Leon Goretzka ist ein Spieler, mit dem ich Meister werde, aber nicht die Champions League gewinne.“ Es bleibt eine Verschwendung, dass Deutschlands bester Fernsehfußball nicht im Fernsehen kommt, sondern bloß im Internet.

Bilder und Noten: So lief der Rückrundenauftakt des FC Bayern

Katrin Müller-Hohenstein: Wenn man vom Sammer zur KMH umschaltet - dann ist das ungefähr so, als ob zuerst Mariss Jansons Mahlers Fünfte dirigiert, und dann singen die Drei lustigen Moosacher „Ja gibt’s denn des, a Leberkäs!?“ Recht nett, aber halt nicht zu vergleichen, wie Real Madrid gegen Schalding-Heining. Die Katrin brabbelte im dicken Weltraumfahrerskianzug rätselhaftes Zeug wie: „Mit elf Punkten Vorsprung sind die Bayern in die Winterpause gegangen, und überraschenderweise auch wieder rausgekommen.“ In der Halbzeit rechnete sie präzise nach: „Is ja erst die Hälfte um.“ Wenn die Frau im Spiegel einen Sportteil hätte, wäre die ZDF-Lady dort prächtig aufgehoben.

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Oliver Schmidt: Das stabile Grammatikgenie vom Lerchenberg war weniger neben der Spur als gewohnt. Sicherlich, ihm entfleuchten mal wieder waghalsige Konstruktionen wie „Leon Bailey - der wird sich immer des Öfteren Begegnungen haben mit Arjen Robben“. Aber insgesamt ging’s eigentlich, für seine Verhältnisse. Wobei: Als Afghane hätte es Olli Schmidt in Deutschland bei einem Sprachtest immer noch schwer.

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