Jetzt wird's persönlich

Mourinho mit ätzender Glatzen-Attacke gegen Pep

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Hat Guardiola eine Glatze aus Frust über den eigenen Fußball? Das glaubt zumindest Jose Mourinho.

München - Dieser Portugiese kann es einfach nicht lassen: Jetzt hat Jose Mourinho schon wieder gegen Pep Guardiola geätzt. Und dieses Mal geht die Stichelei auf die persönliche Ebene.

Hört das denn nie auf? Chelsea-Trainer Jose Mourinho, bekannt für sein Riesen-Ego und seine Intimfeindschaft zu Pep Guardiola, hat sich mal wieder despektierlich über seinen Erzfeind geäußert. Ein Zitat des Portugiesen in einem in der spanischen Internetzeitung "El Confidencial" veröffentlichten Artikel kann nur noch für Kopfschütteln sorgen.

Mourinho: "Guardiola genießt seinen Fußball nicht"

Mourinho, der mit seinem defensivorientierten Ergebnisfußball das genaue Gegenteil von Peps spektakulärer Spielphilosophie vertritt, ätzte: "Wenn einer das genießt, was er tut, dann verliert er nicht die Haare. Guardiola aber hat eine Glatze. Er genießt den Fußball nicht", lautet die unverschämte Aussage des ehemaligen Trainers von Real Madrid, seinerseits noch im Besitz eines vollen, jedoch völlig ergrauten Haupthaars.

Ätzt gerne: Jose Mourinho.

Eine persönliche Attacke gegen Pep! Und das vermutlich nur, weil die beiden Trainer in der vergangenen Woche bei der Trainertagung in Nyon bereits einen Disput hatten - damals allerdings noch auf rein beruflich-sachlicher Ebene. In der Schweiz war es um die von der Uefa vorgeschriebene Rasenlänge bei internationalen Spielen gegangen. Guardiola soll gesagt haben: "Die Schönheit des Fußballs ist abhängig vom Trainer. Es scheint mir, dass Mourinho das Ergebnis dem Spektakel vorzieht." Bereits da war es beinahe klar, dass Mourinho das nicht auf sich sitzen lassen würde.
Die Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen Mourinho und Guardiola ist lang - so persönlich war's bislang aber noch nicht. Guardiola wird sich damit trösten können, dass auch andere der Art von Mourinho so rein gar nichts abgewinnen können. So schreibt zum Beispiel Jorge Valdano, argentinischer Ex-Nationalspieler und als Sportdirektor bei Real Madrid von Mourinho einst abgesägt, in seinem neuen Buch: "Ich habe von Mourinho weder privat noch öffentlich jemals einen Satz über Fußball sprechen hören, der es Wert ist, in Erinnerung behalten zu werden."

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Valdano scheut sich auch nicht, Mourinho und Guardiola miteinander zu vergleichen. Er sagt: "Wenn Guardiola der Mozart des Fußballs ist, dann ist Mourinho Salieri." Der italienische Komponist Salieri galt seinerzeit als großer Gegenspieler und Neider Mozarts, der gegenüber dem österreichischen Genie voller Minderwertigkeitskomplexe war. So wie heute offenbar Mourinho gegenüber Pep.

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