FC Bayern hat weitere Alternative

Kimmich als Innenverteidiger? Das sagt der Youngster

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Auch in neuer Rolle gut in Schuss: Joshua Kimmich kann auch Innenverteidiger.

München - Joshua Kimmich überzeugt beim Heimspiel des FC Bayern gegen Hoffenheim in ungewohnter Rolle. Trainer Pep Guardiola lobt den Youngster, doch es gibt auch Bedenken.

In der Regel Kann Joshua Kimmich entspannt durch die Mixed Zone schlendern, nach dem 2:0 gegen Hoffenheim am Sonntag kam der 20-Jährige aber keine fünf Meter weit, ehe die ersten Pressevertreter ihn mit Fragen löcherten. Kein Wunder, denn die Antwort von Pep Guardiola auf die Personalnot in der Innenverteidigung hieß erst mal Kimmich. Gegen die TSG ließ der spanische Trainer den Ex-Leipziger neben Holger Badstuber in der Abwehrmitte ran - und wurde nicht enttäuscht! "Kimmich hat super gespielt", adelte Guardiola seinen "Sohn", wie er Kimmich unlängst getauft hatte. "Joshua hat gezeigt, dass er die Qualität hat. Er ist ein schneller Spieler, kopfballstark. Er ist ein süßer, süßer Junge." Nicht, dass er noch rot wird!

Kimmich beim Einkleiden.

Kimmich selbst gab sich nach der Partie natürlich bescheiden. Artig und brav antwortete er auf die Fragen der Journalisten und übte sich derweil durchgängig in Zurückhaltung. Ob es für ihn eine große Umstellung war, in der Abwehrmitte zu spielen? "Wenn man auf dem Platz steht, dann ist es mir egal - Hauptsache, ich darf spielen und mit den Jungs auf dem Platz stehen", so Kimmich. Natürlich.

Badstuber ist "ein strenger Lehrer"

Und wie war es neben Badstuber? "Er war ein strenger Lehrer", grinste Kimmich, fügte aber an: "Das passt mit Holger. Er ist auch ein Winner-Typ, der einem immer auch Kommandos gibt. Das passt einfach, wenn man einen neben sich hat, der mit einem spricht und auch mal negative Dinge anspricht. Nur so kann man sich verbessern." Klar.

Ob Kimmich weiterhin in der Innenverteidigung randarf, wird sich zeigen. Er selbst sagt, man müsse gucken, "was im Training passiert und wen der Trainer aufstellt". Fakt ist aber: Gegen die TSG hatte Kimmich nicht allzu viel um die Ohren, gegen Juventus Turin könnte das schon ganz anders aussehen. Vor allem im Kopfballduell gegen einen Mario Mandzukic (1,87 Meter groß) könnte es für Kimmich (1,76 Meter) böse enden, Franz Beckenbauer sieht überdies auch noch Geschwindigkeitsprobleme. Der Kaiser bei Sky: "Ich möchte Kimmich hinten nicht in einer Eins-gegen-Eins-Situation sehen, dafür ist er nicht schnell genug." Wird er wohl auch nicht, denn mit Serdar Tasci reagierte der FC Bayern kurz vor Ende der Transfeperiode auf die Verletzungssorgen in der Abwehr.

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