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Auszüge aus Biografie "Herr Guardiola"

Journalist enthüllt neue Details zum Pep-Deal

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Uli Hoeneß und Pep Guardiola verstanden sich sofort, das nötige Kleingeld war vorhanden.

München - Der spanische Journalist Martí Perarnau durfte FCB-Trainer Pep Guardiola über mehrere Monate begleiten. Daraus entstand die Biografie Herr Guardiola. Die tz zeigt bis zum Bundesligaauftakt kommenden Freitag exklusiv Auszüge.

Der spanische Journalist Martí Perarnau durfte FCB-Trainer Pep Guardiola über mehrere Monate begleiten. Daraus entstand die Biografie Herr Guardiola. Das erste Jahr mit Bayern München (420 Seiten mit Bildteil, gebunden mit Schutzumschlag, € 19,95, Verlag Antje Kunstmann, München), die am 29. August 2014 erscheint. Die tz zeigt bis zum Bundesligaauftakt kommenden Freitag exklusiv Auszüge. Heute:

Wie Pep Guardiola zum FCB kam

„Halt dich bereit, Manel. Ich habe mich für Bayern entschieden.“ In jenem Oktober 2012 in New York plagten sich María, Màrius und Valentina, Peps Kinder, schon damit ab, Englisch zu lernen und sich an die Schule zu gewöhnen. Bei dem katalanischen Trainer klingelte oft das Telefon, weil man ihm einen neuen Posten anbot. Txiki Begiristains Manchester City war sehr beharrlich und Abramowitsch ließ seinen ganzen Charme spielen: Er wollte Pep und ein nach dessen Wünschen maßgeschneidertes Chelsea-Team. Er bot ihm alles, was er wollte. Doch da waren noch die Deutschen.

Die Deutschen meinten es ernst. Sehr ernst sogar. Sie machten keine großen Versprechungen und sprachen kein Wort zuviel, aber sie meinten es wirklich ernst. Sich für Bayern zu entscheiden, bedeutete noch nicht, dort gleich zu unterschreiben. Es bedurfte einiger Verhandlungen, um eine Einigung auf ökonomischer Ebene zu erzielen, und weiterer Gespräche über den sportlichen Teil. Sich für Bayern zu entscheiden, bedeutete grünes Licht für diese Verhandlungen. Die Antwort von Hoeneß ließ nicht auf sich warten: „Macht euch keine Sorgen, wir treiben das Geld schon auf.“ So arbeitet Bayern.

Aus strategischen Gründen hat der Verein keinerlei Schulden bei der Bank. Zuerst entscheidet man, welche Investition getätigt werden soll, dann unterbreitet man diesen Vorschlag den Partnern. Und besagte Partner beschaffen dann die erforderlichen Mittel. So geschah es auch diesmal: Pep war die Investition, und die Partner sorgten sehr rasch für die Mittel, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Man sprach über Fußball, das genügte.

Pep, Uli und Kalle verstehen sich sofort, wenn es um Fußball geht. Wie man spielen soll und mit welchem Spielertyp. Darum ging es, und der Kreis schloss sich sehr schnell, als von Mario Gómez, Luiz Gustavo oder Timoschtschuk die Rede war und Pep bekräftigte, dass die Bayern sich unter keinen Umständen von Toni Kroos trennen sollten. Im Dezember wurden dann die Verträge bei einem Besuch in New York unterzeichnet und im Januar wurde die Entscheidung publik gemacht. Die Bayern waren nicht so taktvoll, Heynckes vorab zu informieren. Guardiola hatte Manchester City und Chelsea bereits davon in Kenntnis gesetzt, dass er nicht ihr nächster Trainer sein würde, und tat dasselbe auch mit Mailand. Zu diesem Zeitpunkt verbreitete der Fernsehsender Sky Italia die Nachricht, dass Guardiola zu den Bayern gehen würde, und der Münchner Club musste die offizielle Ankündigung vorziehen: Am Mittwoch, dem 16. Januar 2013, wurde die Verpflichtung von Guardiola bekannt gegeben. Und in Barcelona gab es so manchen, der genüsslich verbreitete, Pep habe sich für den bequemen Weg entschieden. Wer konnte schon ahnen, dass Heynckes mit dem Triple-Gewinn die Latte unglaublich hoch, ja geradezu unerreichbar hoch legen und damit bei den Bayern zur Trainerlegende aufsteigen würde?

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