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Youngster wird heiß umworben

Zukunft offen: Brandt vor Duell Bayer gegen Bayern im Fokus

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Heiß umworben: Julian Brandt (r., hier gegen Leipzigs Diego Demme) weckt das Interesse diverser Top-Klubs.

Leverkusen - Julian Brandt hat in den vergangenen Jahren auf sich aufmerksam gemacht. Nicht nur der FC Bayern soll um den Leverkusener buhlen. Klappt es im zweiten Anlauf?

Julian Brandt ist heiß begehrt. Wohin der Weg des 20 Jahre alten Nationalspielers von Bayer Leverkusen im Sommer führt, ist derzeit allerdings noch offen. Eine Meldung zu Monatsbeginn, nach der sich der Offensivspieler bereits mit Bayern München einig sei und zur neuen Saison an die Isar wechselt, wurde umgehend dementiert. "Das ist eine Falschmeldung", sagte sein Vater Jürgen Brandt, der gleichzeitig auch der Berater seines Sohnes ist, dem kicker: "Julian war nie in der Situation, sich entscheiden zu müssen oder zu wollen, und hat sich dementsprechend auch nicht entschieden."

Vor dem Duell zwischen Bayer und Bayern am Samstagabend (18.30 Uhr/ bei uns im Live-Ticker) kocht das Thema aber noch einmal hoch. Möglicherweise wird diese Personalie auch beim gemeinsamen Mittagessen der Vereinsoberen vor dem Match auf der Tagesordnung stehen. Denn sollten die Bayern Brandt tatsächlich in diesem Sommer aus dessen bis 2019 gültigen Vertrag bei der Werkself herauskaufen wollen, müssten sie tief in die Tasche greifen. Die Rede ist von 30 Millionen Euro Ablösesumme. Dank einer Ausstiegsklausel könnte der Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 2016 von Rio nach der kommenden Saison allerdings vergleichsweise günstig für 12,5 Millionen Euro die Farben wechseln.

Bayern wollten Brandt schon 2013 holen

Bereits im Januar war der Name Brandt mal wieder an der Säbener Straße gehandelt worden, die er bereits 2013 kennengelernt hatte. "Er war hier bei uns mit seinem Vater, als klar war, dass er die Wolfsburger A-Jugend verlässt. Julian hat sich dann für Leverkusen entschieden, obwohl wir ihn gerne geholt hätten", erinnerte sich jüngst Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in der Sport Bild.

Bis heute hat Brandt, der bislang fünf Länderspiele bestritten hat und für die WM-Endrunde 2018 in Russland in den Planungen von Bundestrainer Jogi Löw eine große Rolle spielt, diesen Schritt nicht bereut. "Aktuell bin ich glücklich in Leverkusen", sagte der gebürtige Bremer, fügte aber auch vielsagend hinzu: "Was als nächstes passiert, wird man sehen."

Brandt traut sich auch das Ausland zu

Zwar hatte Brandt einmal betont, dass er auch keine Scheu haben würde, "zweimal Nein zu den Bayern zu sagen". Gleichzeitig kann er sich offenbar auch sehr gut vorstellen, es den DFB-Kollegen Leroy Sané (21/Manchester City) und Julian Draxler (23/Paris St. Germain) gleichzutun und im Ausland eine neue Herausforderung zu suchen: "Ich denke nicht, dass es eine schlechte Sache ist, den Schritt zu machen. Julian und Leroy sind aktuell die besten Beispiele dafür, dass es klappt."

Noch gibt sich allerdings auch Leverkusen im Kampf um Brandt nicht geschlagen. "Ich bin überzeugt, dass wir noch viele Jahre mit Julian spielen werden. Dass er auf dem Wunschzettel vieler Klubs in Europa steht, ist für mich keine Überraschung", sagte Rudi Völler. Der Bayer-Sportchef hatte 2014 das einstige Wölfe-Juwel gemeinsam mit dem damaligen Leverkusener Manager Michael Reschke unter das Bayer-Kreuz gelockt.

Mittlerweile ist Reschke Technischer Direktor beim deutschen Rekordmeister, was den Bayern in ihrem Bemühen durchaus hilfreich sein dürfte. Völler würde seinerseits den Vertrag mit Brandt gerne verlängern. Ob er ein zweites Mal den Münchnern die lange Nase zeigt, darf zumindest angezweifelt werden.

sid

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