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Nagelsmann wegen Tuchel angezählt? Trainer-Kollege springt Bayern-Coach zur Seite - „Braucht etwas Zeit“

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Von: Florian Schimak

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Julian Nagelsmann hat aktuell keine einfache Zeit beim FC Bayern. Auch, wenn die Bosse noch hinter ihm stehen, gibt‘s Kritik. Nun springt ihm Ralf Rangnick zur Seite.

München - Julian Nagelsmann hat schon schönere Zeiten beim FC Bayern gehabt. Der September läuft für den Trainer alles andere als rund. War der Saisonstart mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 15:1 noch herausragend, so wartet der Rekordmeister nun seit vier Partien auf einen Dreier.

Am vergangene Samstag gab es mit dem 0:1 beim FC Augsburg zudem die erste Niederlage in dieser Spielzeit. Klar, dass das nicht der Anspruch des FC Bayern ist und nun die Stimmung an der Säbener Straße alles andere als heiter ist. Der Trainer steht, trotz seines denkwürdigen Auftritts bei der Pressekonferenz beim FCA, nicht in der Kritik. Die Bayern-Bosse um Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic stehen hinter Nagelsmann.

Nagelsmann wegen Tuchel angezählt? Trainer-Kollege springt Bayern-Coach zur Seite

Trotzdem geistert seit einigen Tagen der Name Thomas Tuchel durch München. Der Ex-Coach des FC Chelsea ist aktuell vereinslos, was dazu führt, dass er medial mit den Erfolglos-Bayern in Verbindung gebracht wird. Vonseiten des Vereines aber ist an dieser Personalie nichts dran. Auch in der Mannschaft ist Nagelsmann beliebt und akzeptiert, auch wenn die eine oder andere Aussage zuletzt auch innerhalb des Teams notiert wurde.

Julian Nagelsmann hat beim FC Bayern aktuell keine einfache Zeit.
Julian Nagelsmann hat beim FC Bayern aktuell keine einfache Zeit. © IMAGO/Ulrich Wagner

Einer, der schon lange im Fußball-Geschäft drin ist, springt dem jungen Coach nun zu Seite! Ralf Rangnick traut Nagelsmann bei den Bayern die sportliche Wende zu. „Er hat ja letztes Jahr und zu Beginn der Saison schon bewiesen, dass er die Mannschaft nicht nur führen, sondern mit ihr auch begeisternden Fußball spielen lassen kann“, sagte Rangnick der Bild: „Nach dem Abgang von Robert Lewandowski braucht es nun mal ein bisschen Zeit.“

Dass der Abgang des Weltfußballers eine große Lücke hinterlässt, wurde in den vergangenen vier Bundesliga-Partien deutlich. „Der FC Bayern ist zehn Jahre nur Erfolg gewöhnt, hat alles gewonnen“, so Rangnick, der Nagelsmann 2019 zu RB Leipzig holte: „Die Situation jetzt fühlt sich für die Spieler fremd an. Deswegen ist es als Trainer noch wichtiger, viel mit ihnen zu reden.“

FC Bayern ohne Lewandowski? „Das braucht Zeit“

So weiß Rangnick, auf was es in München jetzt ankommt. Bei den Bayern gehe es neben Siegen auch darum, „dass du die Spieler hinter dir hast“, so der österreichische Nationaltrainer. Er traue Nagelsmann in dieser Saison noch das Double aus Meisterschaft und Pokal zu. Der Abstand in der Liga dürfe „nur nicht zu groß werden“, sagte er.

In Sachen Champions League, wo die Bayern bislang absolut tadellos auftraten und Inter Mailand und den FC Barcelona jeweils mit 2:0 schlugen, traut Rangnick weiterhin einiges zu.

In der aktuellen Länderspielpause gibt es für die Münchner aber weitere Probleme. Kapitän Manuel Neuer und Leon Goretzka haben sich mit Corona infiziert und musste daher abreisen. Wie lange die beiden FCB-Stars ausfallen, steht aktuell noch nicht fest. Am 30. September trifft der FC Bayern im einzigen Wiesn-Heimspiel auf Bayer Leverkusen.

Das wäre ein guter Zeitpunkt, um die sportliche Wende an der Säbener Straße einzuleiten. Dann würden auch keine Namen mehr durch die Gegend geistern. (smk)

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