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Nagelsmann bleibt trotz Bayern-Problemen locker: „Wenn man eine Erzieherin fragen würde ...“

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Von: Manuel Bonke

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Vor dem Champions-League-Duell gegen Dynamo Kiew liegt der Fokus beim FC Bayern abseits des Fußballplatzes. Diskussionen über verletzte und ungeimpfte Spieler sorgen für Unruhe.

München - Wegen des Corona-Chaos, einer Gelbsperre und zwei Verletzungen geht der FC Bayern am Stock. Der Kader für das Champions-League-Spiel gegen Dynamo Kiew (live im tz-Ticker) umfasst gerade einmal 15 (!) Feldspieler. Definitiv ausfallen werden Dayot Upamecano (Gelbsperre), Niklas Süle, Josip Stanisic (beide Corona), Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance (alle Corona-Quarantäne).

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Und selbst hinter den Einsätzen von Kingsley Coman und Marcel Sabitzer stehen noch zwei Fragezeichen. „Wir haben mit King und Sabi noch zwei angeschlagene Spieler, bei denen wir nicht sicher sind, ob sie spielen können. Bei Sabi sieht es wegen Achillessehnen- und Wadenproblemen nicht so gut aus. King spürt muskulär nichts mehr. Wir müssen schauen, wie er über Nacht reagiert“, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann am 22. November. 

Joshua Kimmich und Serge Gnabry trainieren mit Fußball
Befinden sich in Corona-Quarantäne: Joshua Kimmich (l.) und Serge Gnabry. © Frank Hoermann/SVEN SIMON/IMAGO

Zur Erinnerung: Coman hatte nach der Länderspiel-Woche über muskuläre Probleme geklagt und verpasste deswegen bereits das vergangene Bundesligaspiel beim FC Augsburg am Freitag. Sabitzer hat sich bereits zu Leipziger Zeiten regelmäßig mit Achillessehnen-Problemen geplagt.

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Doch Nagelsmann versucht sogar aus dieser Personalkrise etwas Positives zu ziehen: „Wenn die beiden ausfallen, haben wir noch 13 Spieler. Es ist auch smart, mal eine kleinere Gruppe mit direkter Ansprache zu haben. Wenn man eine Erzieherin fragen würde, ist ein Betreuungsschlüssel 1:15 besser als 1:22. Ich würde aber lieber 1:22 unterschreiben.“ 

Gute Nachrichten gibt es hingegen aus dem Corona-Lazarett: Die infizierten Niklas Süle und Josip Stanisic konnten sich am Montag freitesten und dürfen somit die Isolation verlassen. „Niki wird morgen untersucht. Gleiches gilt für Stani. Dann haben wir am Wochenende vielleicht zwei Alternativen mehr.“

Im Hinblick auf die Partie in Kiew betonte Nagelsmann, dass seine Mannschaft trotz vorzeitiger Qualifikation für die K.o.-Runde nichts abschenken wolle: „Wir reisen nicht mit irgendeiner Thekentruppe an.“ (bok)

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