Landauer in Erinnerung gerufen

Julius Hirsch Preis 2014 für "Schickeria"

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Simon Müller (r) von der Fan-Vereinigung "Schickeria" des FC Bayern München wird am Dienstag im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet - neben ihm der Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Gelsenkirchen - Die Münchner Ultra-Gruppierung „Schickeria“ ist mit dem renommierten Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. Die Fans von Bayern München wurden am Dienstagnachmittag von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geehrt.

Julius Hirsch Preis 2014 für "Schickeria"

Julius Hirsch Preis Schickeria
Simon Müller von der Fan-Vereinigung "Schickeria" des FC Bayern München trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "kein Mensch ist illegal" während er am Dienstag im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet wird. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Simon Müller von der Fan-Vereinigung "Schickeria" des FC Bayern München trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "kein Mensch ist illegal" während er am Dienstag im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet wird. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Simon Müller von der Fan-Vereinigung "Schickeria" des FC Bayern München trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "kein Mensch ist illegal" während er am Dienstag im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet wird. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Simon Müller von der Fan-Vereinigung "Schickeria" des FC Bayern München trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "kein Mensch ist illegal" während er am Dienstag im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet wird. Neben ihm der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Simon Müller von der Fan-Vereinigung "Schickeria" des FC Bayern München trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "kein Mensch ist illegal" während er am Dienstag im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen mit dem Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet wird. Neben ihm der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Die Münchner Ultra-Gruppierung „Schickeria“ ist mit dem renommierten Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Die Münchner Ultra-Gruppierung „Schickeria“ ist mit dem renommierten Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. © dpa
Julius Hirsch Preis Schickeria
Die Münchner Ultra-Gruppierung „Schickeria“ ist mit dem renommierten Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. © dpa

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) würdigte damit in Gelsenkirchen  zum zehnten Mal seit 2005 das Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball.

Die nicht unumstrittene Schickeria hatte die Geschichte des früheren Bayern-Präsidenten Kurt Landauer mit zahlreichen Aktionen, darunter Choreographien in der Allianz Arena, wieder in Erinnerung gerufen. Landauer stand dem Klub viermal vor, wurde nach 1933 jedoch als Jude von den Nationalsozialisten verfolgt.

Während zahlreiche seiner Familienmitglieder von den Nazis umgebracht wurden, kehrte Landauer nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Emigration zurück und baute den FC Bayern wieder auf. Landauer, der 1961 verstarb, ist inzwischen einer von drei Ehrenpräsidenten des FC Bayern - auch ein Verdienst der Schickeria. Die ARD zeigt am Mittwochabend (20.15 Uhr) einen Spielfilm über das Leben des Vereinsbosses.

Niersbach fordert von Fans mehr Verantwortung gegen Diskriminierung

„Die Schickeria hat ein deutlich sichtbares Zeichen gegen jede Art der Diskriminierung gesetzt“, sagte Niersbach. „Mit dem Preis wollen wir die Schickeria und andere Ultragruppen dazu ermutigen, mehr Verantwortung in diesem Bereich zu übernehmen.“

Mit der Stiftung des Julius-Hirsch-Preises erinnert der DFB an den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943) und an alle Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates, insbesondere an die jüdischen. Der Ehrenpreis ging an den Berliner Mario Bendel, der 2011 die Facebook-Seite „FUSSBALL-FANS GEGEN RECHTS“ gründete.

sid

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