Bayern lässt Effektivität vor dem Tor vermissen

„Die Jungs sollen Fußball spielen“ - Seitz mit Remis gegen Pipinsried unzufrieden

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FC Bayern Trainer Holger Seitz ist nicht zufrieden mit der Offensiv-Leistung seiner Mannschaft. 

Der Favoritenrolle wurden die Amateure des FC Bayern beim 1:1 gegen Pipinsried nicht gerecht. FCB-Trainer Holger Seitz spricht über die mangelnde Chancenverwertung und die zahlreichen Abstellungen.

Nicht nur die Profis des FC Bayern stecken in einer Ergebniskrise, sondern auch die U23 in der Regionalliga Bayern. Gegen den Außenseiter FC Pipinsried kamen die Amateure des FC Bayern nicht über ein 1:1 hinaus. Damit sind die Münchner seit drei Spielen sieglos. „Ich bin mit dem Unentschieden nicht zufrieden“, stellt FCB-Trainer Holger Seitz klar. 

Auffällig ist, dass die kleinen Bayern eine Torflaute durchleben. In den vergangenen drei Begegnungen erzielten die Bayern nur ein Tor, in den letzten fünf Spielen gelangen ihnen insgesamt nur drei Treffer. „Es kann sein, dass wir die Leichtigkeit vor dem Tor nicht mehr so haben“, gesteht Seitz.

Nachdem Pipinsried in der 78. Minute durch Oliver Wargalla in Führung ging, wachte die Mannschaft des Rekordmeisters auf und erzielte durch Wriedt den 1:1-Ausgleichstreffer in der 85. Minute. „Wir haben den Treffer erzwungen“, stellt der 44-Jährige fest. In der Offensive konnten sich die Münchner oft in Eins-gegen-eins-Situationen nicht durchsetzen und waren vor dem Tor nicht effektiv genug. „Unsere Jungs sollen Fußball spielen“, fordert Seitz. „Sie wollen den Ball haben und nach vorne spielen, aber leider schaffen wir es momentan nicht. Die Anzahl der Torchancen ist momentan zu wenig, das ist Fakt.“

Der Kader der Münchner wird immer dünner. Neben den zahlreichen Verletzten muss Seitz weiterhin Spieler an den Profikader abgeben. Der Kapitän der kleinen Bayern, Nicolas Feldhahn, monierte, dass die Mannschaft keine richtige Vorbereitung auf das Ligaspiel hatte. „Diejenigen, die da waren, haben bei den Profis trainiert“, sagt Feldhahn. „Erst am Freitagmorgen waren wir alle zusammen.“ Auch für Trainer Seitz ist die Situation nicht einfach zu meistern. „Wir hatten sechs Spieler im Abschlusstraining“, stellt der 44-Jährige klar. „Wenn die Profis Spieler brauchen, dann müssen sie nach oben. Wir sind eine Ausbildungsmannschaft.“ Durch die Abstellungen funktionieren bestimmte Abläufe auf dem Platz nicht mehr, wie es zu Beginn der Saison war. Dennoch stellt der Trainer klar: „Das soll nicht als Ausrede gelten.“

Joshua Zirkzee feierte am Freitagabend sein Debüt im Herrenbereich. In der 67. Minute wurde er für Derrick Köhn eingewechselt und bereitete den Treffer durch Wriedt vor. „Zirkzee hat es sehr ordentlich gemacht“, lobt der FCB-Trainer. „Mit ihm ist frischer Wind reingekommen. Er war für Pipinsried schwierig zu verteidigen und effektiv.“ Der 17-Jährige spielt eigentlich in der U19 des Rekordmeister in der Bundesliga Süd/Südwest.

Trotz der zuletzt schwachen Ergebnisse stellt der Bayern-Trainer seine Spielphilosophie nicht infrage. „Wir wollen das Spiel mit Ball kontrollieren und dominieren“, erklärt Seitz sein System. „Dies birgt ein gewisses Risiko, aber davon rücken wir nicht ab.“ Vor der Winterpause treffen die Münchner noch auf Illertissen und im Nachholspiel auf Schweinfurt. FCB-Coach Seitz betont: „Wir denken nicht an die Winterpause. Wir haben noch einiges zu tun.“

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