Dritter Erfolg für Bayern-Trainer

Heynckes nach Sieg beim HSV: Das fehlte in unserem Spiel

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Nicht komplett einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft: Bayern-Trainer Jupp Heynckes durchlebte in Hamburg einen aufregenden Abend.

Unter Jupp Heynckes läuft es wieder beim FC Bayern. Der Sieg beim Hamburger SV war der dritte nacheinander. Dennoch ist der Trainer nicht rundherum zufrieden.

Hamburg - Mit dem 1:0 beim Hamburger SV hat Jupp Heynckes auch die dritte Partie in seiner vierten Amtszeit beim FC Bayern gewonnen. Dabei taten sich die Roten deutlich schwerer als noch in den Heimspielen gegen den SC Freiburg und in der Champions League gegen Celtic Glasgow. Im Interview äußert sich der Coach zum Auftritt.

Jupp Heynckes, wie zufrieden sind Sie mit dem Auftritt Ihrer Mannschaft und dem 1:0 beim Hamburger SV?

Heynckes: "Für mich war schon im Vorfeld klar, dass es ein schwieriges Spiel für meine Mannschaft werden würde. Wir haben in der ersten Halbzeit zu behäbig gespielt und keinen richtigen Rhythmus gefunden. Die Pässe waren nicht so präzise, wie wir es gewohnt sind, und das Spieltempo war nicht hoch. Und dann hat man es natürlich gegen eine kämpferisch überragende HSV-Mannschaft schwer. Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gespielt und in der Endphase sehr viele hochkarätige Torchancen gehabt, die wir leider nicht genutzt haben. Wir sind froh über die drei Punkte."

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Sie hatten vor dem Spiel gesagt, Stabilität gehe zunächst vor Rotation. Was hat Sie dazu bewogen, doch so stark zu rotieren?

Heynckes: "Es ist doch klar, dass man die ersten beiden Spiele in der Liga und der Champions League gewinnen musste. Wir haben in den nächsten Wochen aber ein riesiges Programm, und da muss ich alle Spieler mit ins Boot nehmen. Ich bin natürlich ein gewisses Risiko eingegangen, obwohl ich mit der Rotation fünf Spieler nominiert habe, von denen vier Nationalspieler sind. Es fehlten so ein bisschen die Harmonie, die Homogenität und besonders in der ersten Halbzeit auch der Spielrhythmus. Solche Spiele wie in Hamburg spielt man aber auch immer mal mit kompletter Mannschaft. Der HSV ist kämpferisch über sich herausgewachsen."

Vor Ihrem Amtsantritt betrug der Rückstand auf Borussia Dortmund fünf Punkte. Hätten Sie gedacht, dass Sie so schnell zum Meisterschaftskonkurrenten aufschließen können?

Heynckes: "Ich habe mir die Tabelle nicht angeschaut und habe nicht durchgespielt, wann man Borussia Dortmund erreichen oder überflügeln kann. Nein, ich habe mich erst mal um meine Mannschaft gekümmert und trotz des Mittwoch-Samstag-Rhythmus viele Trainingsreize gesetzt. Ich habe erst mal gedacht, du musst die Mannschaft wieder in die Spur bringen, wir müssen wieder einen anderen Fußball mit Begeisterung, mit Spaß, mit Lockerheit spielen. Das ist in den ersten beiden Spielen sehr gut gelungen. In Hamburg war es nun schon ein Stück Schwerstarbeit."

sid

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