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Erste Bayern-Spieler zweifeln offenbar an Nagelsmann

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Von: Marius Epp

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Julian Nagelsmann sitzt beim FC Bayern fest im Sattel. Zumindest sind die Bosse bemüht, diesen Eindruck zu vermitteln. Erste Spieler sollen aber am Trainer zweifeln.

München - „Wir sind total überzeugt von Julian“, unterstrich Oliver Kahn beim Wiesn-Besuch, der für die Protagonisten des FC Bayern viel mehr dem Gang zum Zahnarzt als einem gemütlichen Beisammensein glich. Die Bayern-Bosse beschäftigen sich laut Kahn nicht mit einem anderen Trainer – und das nimmt man Ihnen (noch) ab.

Der „Titan“ nahm den Trainer in Schutz und knöpfte sich stattdessen die Spieler vor. „Vielleicht hat sich beim ein oder anderen der Glaube eingenistet, man könnte die Bundesliga mal nebenbei machen.“ Er vermisst die Konsequenz im Abschluss und die nötige Konzentration. „Dem müssen wir auf den Grund gehen.“

FC Bayern in der Krise: Erste Spieler sollen an Nagelsmann zweifeln

Klar ist jedoch: Stimmen die Ergebnisse auch in den kommenden Spielen nicht, wird es eng für Nagelsmann, nicht für die Spieler. Der Grund liegt in der Natur des Fußballgeschäfts – fast immer ist der Trainer der erste, der den Hut nehmen muss. Und die Entlassungen von Niko Kovac und Carlo Ancelotti haben gezeigt, dass es beim FC Bayern dafür nicht allzu viele Niederlagen braucht.

Nach dem furiosen Saisonstart hat Julian Nagelsmann nun Grund zum Nachdenken.
Nach dem furiosen Saisonstart hat Julian Nagelsmann nun Grund zum Nachdenken. © IMAGO/Ulrich Wagner

Als Zünglein an der Waage für die Zukunft eines Bayern-Trainers hat sich nicht selten der Rückhalt der Spieler erwiesen. Und der war für Nagelsmann schon einmal besser. Wie der Kicker berichtet, zweifeln tatsächlich erste Bayern-Spieler am Trainer. Aus dem Team dringen demnach zunehmend kritische Stimmen. Angekreidet werden ihm offenbar Führungsstil und Kommunikation, das Verhalten werde teilweise als wenig seriös gewertet.

Aufarbeitung in der Länderspielpause: FC Bayern vor Leverkusen-Spiel unter Druck

Mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit lässt sich sagen: Verliert Nagelsmann die Kabine, verliert er seinen Job. Noch ist dieser Punkt aber nicht erreicht. In der zweiwöchigen Länderspielpause soll laut Kahn nun die Situation analysiert werden. Zeit für Training bleibt Nagelsmann allerdings kaum, die meisten Spieler sind mit ihren Nationalteams unterwegs.

Vielleicht kann der Tapetenwechsel aber auch Gutes bewirken. Beim Wiesn-Heimspiel in der Allianz Arena gegen Bayer Leverkusen müssen drei Punkte her, Union Berlin ist an der Tabellenspitze schon fünf Punkte enteilt. (epp)

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