Sommer-Deal in Gefahr

Tiefschlag für den FC Bayern? Verhandlungen stocken bei Wunschkandidat plötzlich

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Weiteres Zielobjekt des FC Bayern: Leroy Sané von Manchester City (24).

Es hatte den Anschein, dass der FC Bayern in der Pole-Position im Rennen um das Juwel Kai Havertz sei. Doch der Transfer gerät ins Stocken - und dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

  • Neben Leroy Sané ist Kai Havertz beim FC Bayern ein Wunschkandidat
  • Leverkusen ruft für einen Wechsel des Nationalspielers im Sommer 130 Millionen Euro auf
  • Ein Transfer von Havertz zum FCB wird immer unwahrscheinlicher

München - Kai Havertz (20) ist nach einem persönlichen Tief in der Bundesliga-Hinserie pünktlich zum Rückrunden-Start wieder in Form: In den ersten beiden Partien des Jahres 2020 traf der offensive Mittelfeldspieler jeweils einmal und bereitete ein weiteres Tor für Bayern Leverkusen vor. Dass Havertz nach der ersten Form-Krise seiner jungen Karriere nun wieder überzeugt, wird auch den Verantwortlichen des FC Bayern nicht entgangen sein. Immerhin gilt der Nationalspieler neben Leroy Sané (24) als Wunsch-Transfer für den Sommer. Nicht umsonst traf sich Bayern-Chefscout Marco Neppe bereits mehrmals mit der Havertz-Seite, um über dessen mögliche Rolle beim deutschen Rekordmeister zu sprechen. Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic war in dieses Vorfühlen involviert.

Neben dem FCB buhlen weitere Top-Clubs um Kai Havertz

Es schien stets so, als sei der FCB in der Pole-Position im Rennen um das Juwel. Immerhin sollen neben dem Rekordmeister sämtliche europäische Top-Klubs wie der FC Barcelona, Real Madrid oder Liverpool großes Interesse am Youngster haben. Allerdings: Nach tz-Informationen sieht es derzeit stark danach aus, dass Havertz im Sommer nicht zum FC Bayern wechselt

Auch Ex-FCB-Star Michael Ballack äußert sich skeptisch über einen möglichen Transfer des Toptalents. Also koa Kai?

Video: FC Liverpool bietet 125 Millionen Euro für Kai Havertz von Bayer

Fakt ist: Havertz’ Noch-Arbeitgeber Bayer Leverkusen ruft für einen Wechsel des Nationalspielers im Sommer 130 Millionen Euro auf. Diese Summe ließen die Verantwortlichen um Sportchef Rudi Völler und Geschäftsführer Fernando Carro bereits mehrmals fallen. Irrsinnig viel Geld, selbst für den FC Bayern mit seinem prall gefüllten Festgeld-Konto. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte über das Knacken der 100-Millionen-Transfermarke erst am Mittwoch im tz-Interview: „Es liegt nicht im Interesse des FC Bayern, einen neuen Rekord aufzustellen.“ Was Rummenigge noch mehr Sorgen bereitet als die Entwicklung der Ablösesummen, ist die Gehaltsexplosion: „Die ist auch schwindelerregend. Das müssen wir als Verein ja im Mix betrachten. Beides spielt eine Rolle, was die finanzielle Belastung betrifft.“ Diese Belastung wäre bei einem 130-Millionen-Transfer immens.

Absage an die Bayern? Leverkusens Kai Havertz.

Außerdem ist der FCB im Mittelfeld-Zentrum nach wie vor gut besetzt. Spieler wie Thomas Müller und Thiago – bei denen es durchaus wahrscheinlich ist, dass sie ihre 2021 auslaufenden Verträge demnächst verlängern – überzeugen derzeit auf ganzer Linie. Auch Leon Goretzka befindet sich aktuell in seiner besten Form seit seinem Wechsel nach München. Und hinter diesem Trio lauern Weltmeister Corentin Tolisso und Frankreich-Juwel Michael Cuisance auf ihre Chance. Auch die Zukunft von Barcelona-Leihgabe Philippe Coutinho ist noch nicht endgültig geklärt.

FC Bayern: Wechsel von Sané hat weiter höchste Priorität

Kein Wunder, dass man intern deutlich größeren Bedarf auf dem Flügel sieht: Ivan Perisic (der sich am Dienstag im Training schwer verletzte) ist nur bis Saisonende ausgeliehen und Serge Gnabry und Kingsley Coman sind nach wie vor sehr verletzungsanfällig. Darum hat der Wechsel von Leroy Sané von Manchester City weiterhin absolute Priorität. Lau Bild zweifelt der Nationalspieler momentan allerdings an einem Bayern-Wechsel, da ihn die Münchner Verantwortlichen nicht schon im Winter holen wollten. Sané hätte das als Zeichen der Wertschätzung nach seinem Kreuzband-Anriss gesehen.

Doch nicht nur wegen Sanés persönlicher Eitelkeiten gestaltet sich das weitere Transfer-Vorgehen beim Flügelspieler als schwierig – auch der Berater-Wechsel von der David-Beckham-Agentur DB Ventures Limited, zu LIAN Sports spielt den Münchnern nicht unbedingt in die Karten. Denn: LIAN-Boss Fali Ramadani wird dem Vernehmen nach versuchen, die bereits definierten Rahmenbedingungen aus dem vergangenen Sommer neu festzulegen. Pikant: Den Kontakt zwischen LIAN und Sané stellte Bayern-Spieler Jerome Boateng her, der dort ebenfalls seit ein paar Monaten unter Vertrag steht.

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