TV-Gelder - das große Politikum

Kampf um die Kohle: Allofs versteht die Bayern

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Klaus Allofs.

München - Im härter werdenden Verteilungskampf um die TV-Gelder hat Augsburgs Manager Stefan Reuter vor dem Zusammenbruch der Solidargemeinschaft im deutschen Profifußball gewarnt.

Er halte gar nichts von Vorschlägen wie den des Zweitligisten FC St. Pauli, der Werksvereine wie Bayer Leverkusen oder den VfL Wolfsburg bei den Erlösen aus der Zentralvermarktung ausgrenzen möchte. „Das provoziert, dass die Großen rausgehen und sich einzeln vermarkten. Das wäre eine Katastrophe für die Liga“, sagte Reuter nach dem 0:0 des FC Augsburg gegen Pokalsieger Wolfsburg am Sonntagabend.

„Ich glaube, dass die Solidargemeinschaft sehr wichtig ist für die Liga“, sagte Reuter und betonte: „Ich hoffe, dass sie Bestand hat.“ Vor der DFL-Mitgliederversammlung der 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga an diesem Mittwoch in Frankfurt ist eine heftige Debatte über die TV-Vermarktung entbrannt. Rekordmeister FC Bayern München fordert angesichts des neuen Milliardenvertrages in England mehr Geld für die international tätigen Bundesliga-Topvereine.

Zuspruch erhielt Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge dabei vom Champions-League-Teilnehmer aus Wolfsburg. „Was wir in den vergangenen Jahren gemacht haben bei der Verteilung der TV-Gelder, verlangt schon eine Menge Solidarität der größeren Clubs. Ich kann die Überlegungen der Bayern verstehen“, sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs in Augsburg. Allerdings wüssten die Spitzenclubs inklusive des FC Bayern, „dass wir in der Bundesliga nicht zu sehr auseinanderdriften dürfen“, ergänzte Allofs. Die Zweitliga-Vereine würden allerdings finanziell von der Solidarit der Erstligisten deutlich profitieren, sagte Allofs an die Adresse des FC St. Pauli.

„Wir brauchen mehr Geld, nicht nur Bayern München, die gesamte Bundesliga braucht mehr Geld“, hatte Bayern-Chef Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters erklärt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) müsse mehr Wettbewerb bei der Vermarktung der Bundesliga-Livespiele schaffen und zugleich Sorge dafür tragen, dass die deutschen Topclubs in Europa wettbewerbsfähig bleiben könnten.

dpa

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