Bankett-Rede nach 7:1-Sieg

Rummenigge: Danke, das war geschichtsträchtig

Karl-Heinz Rummenigge hält beim Bankett nach dem 7:1-Sieg eine Rede.

Rom/München - Beim Bankett nach dem 7:1-Sieg gegen Rom hat Karl-Heinz Rummenigge das Team für euphorische Spiele und die Seriosität danach gelobt. Auszüge aus seiner Ansprache:

Karl-Heinz Rummenigge machte beim Bankett nach dem 7:1-Schützenfest des FC Bayern in Rom in etwa so viele Kilometer wie Arjen Robben zuvor im Stadio Olimpico. Der Vorstandsboss der Münchner eilte in der noblen Sala Farnese des römischen Fünfsternehauses Parco dei Principi von Tisch zu Tisch und begrüßte die meisten Gäste persönlich. Rummenigge war bester Laune. Von einem „geschichtsträchtigen Abend“ sprach er dann um kurz nach Mitternacht in seiner traditionellen Rede nach Auswärtspielen in der Königsklasse. Und weiter: „7:1 gegen eine der besten Mannschaften Italiens zu gewinnen, ist ein Ereignis, eine große Leistung. Danke, herzlichen Glückwunsch dazu der Mannschaft.“

Und den hatte sie sich verdient. Bei der Machtdemonstration zuvor hatte sie den AS Rom mit 7:1 aus dem eigenen Stadion gefegt. Ganz zu schweigen von den Rekorden, die der FCB in der ewigen Stadt ebenfalls aufstellte: Es war der höchste deutsche Sieg in Italien und zudem auch noch der höchstes Auswärtssieg der Münchner in der Königsklasse. Arjen Robben gab kurz nach Schlusspfiff die Devise aus: „Diesen Abend muss man genießen.“ Das taten die Bayern bei Mozzarella, Pecorino und mediterranem Gemüse!

Aber: Die meisten Spieler gingen bereits unmittelbar nach dem Gaumenschmaus auf ihre Zimmer. Keine große Party, keine Euphorie –nur hier und da ein Gläschen Wein. Sind die Bayern es etwa schon gewohnt, die Gegner fast zweistellig aus den Stadien zu schießen? Sind solche Torfestivals gar nichts Besonderes mehr, weil sich ohnehin kein Gegner mehr findet? Das sieht Rummenigge anders: „Als ich in die Kabine kam, herrschte dort keine Partystimmung. Alle saßen da, unglaublich seriös. Das gefällt mir. Da ist keine Arroganz, da ist keine Häme dem Gegner gegenüber. Man genießt den Moment, auch das ist eine Eigenschaft dieser Mannschaft, des Trainers und seines Teams.“

Der nächste auf der Liste: Gladbach! Vermeintlicher Konkurrent in der Bundesliga. Überraschungsteam. Zweiter. Ob die Fohlen es den Münchnern tatsächlich schwerer machen als Bremer und Römer? „Ich hoffe, dass es in Gladbach ähnlich ausgeht“, meinte Götze mit spitzbübischem Grinsen, korrigierte sich jedoch gleich im Folgesatz: „Es wird schwer, die sind ja nicht umsonst Zweiter.“ Thomas Müller ergänzte: „Wir wollen jedes Spiel so spielen, aber das ist ja kein Wunschkonzert. Wir dürfen die Erwartungshaltung da jetzt nicht anpassen. Wenn es am Sonntag 0:0 steht, muss es trotzdem kein Grottenspiel sein.“ Eben ganz bodenständig. Auch das ist ein Erfolgsgeheimnis des Rekordmeisters. 0:0 dürfte es aber trotzdem nicht lang stehen…

J. Carlos Menzel Lopez

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