Streit nach DFL-Beschluss

Bundesliga-Zoff: Rummenigge teilt kräftig aus - doch der Konter folgt sofort

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Karl-Heinz Rummenigge.

Der FC Bayern München und der SV Werder Bremen lieferten sich einst erbitterte Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft. Jetzt kommt es zum Wortgefecht.

  • Werder Bremen muss die Polizeikosten bei Hochrisikospielen selbst bezahlen.
  • Der Verein droht der Deutschen Fußball Liga deshalb mit juristischen Konsequenzen.
  • Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge fand daraufhin deutliche Worte - doch die lässt man sich an der Weser nicht gefallen.

München - Das Weihnachtsfest naht. Am Wochenende stand der erste Advents-Spieltag an, bis zur Winterpause sind es noch vier Bundesliga-Spieltage. Doch nicht überall im Fußball-Oberhaus herrscht gute Laune: Vor allem beim SV Werder Bremen ist der Frust groß.

Der SVW hatte der Deutschen Fußball Liga mit juristischen Konsequenzen gedroht, weil der Verein nach einem Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung in Zukunft allein für zusätzliche Polizeikosten bei sogenannten Hochrisikospielen im Weser-Stadion aufkommen soll.

Werder Bremen: Ärger wegen Polizeikosten - Jetzt reagiert Karl-Heinz Rummenigge

Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der DFL die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen entschieden am Dienstag in Neu-Isenburg mehrheitlich, dass diese Kosten allein auf Werder Bremen umgelegt werden sollen.

Karl-Heinz Rummenigge hat Werder Bremen für die Drohung des Rechtsweges nach der Polizeikosten-Abstimmung kritisiert. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass der SV Werder Bremen die Deutsche Fußball Liga jetzt sogar verklagen will. In der 19-jährigen Geschichte der DFL, seit ihrer Gründung im Jahr 2000, stellt dieser Schritt ein absolutes Novum dar“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern München am Dienstag auf dpa-Nachfrage.

Karl-Heinz Rummenigge: Kritik an Werder Bremen - Marco Bode schlägt zurück

„Es war ja ein fast einstimmiges Votum aller anwesenden Vereine der Bundesliga und zweiten Liga gegen den Bremer Antrag. Der Solidargedanke war immer eine Stärke aller Mitglieder der DFL, die Werder Bremen auch in dieser Angelegenheit nicht in Frage stellen sollte“, sagte Rummenigge.

Beim FC Bayern München positioniert man sich also auch nach dem Aus von Präsident Uli Hoeneß weiterhin deutlich zu den aktuellen Geschehnissen im Fußball. Beim SVW möchte man sich das aber nicht gefallen lassen. 

Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode reagierte seinerseits nun auf die Äußerungen von Rummenigge. Er sagte: „Karl-Heinz Rummenigge und wir haben offensichtlich eine unterschiedliche Auffassung davon, was Solidarität bedeutet.“ Ob da das letzte Wort schon gesprochen ist?

Währenddessen wird bei Liga-Konkurrent Borussia Dortmund weiterhin über Trainer Lucien Favre spekuliert. FCB-Torjäger Robert Lewandowski entdeckt dagegen sein Schauspiel-Talent.

akl/dpa

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