Her mit den Spaniern!

Rummenigge: "Was jetzt kommt, wird nochmal schwerer"

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So feiert ein Halbfinalist!

München - Es war einer jener Abende, der nicht nur die Fans des FC Bayern in Ekstase versetzte und der bei Trainer Pep Guardiola sogar die Hose platzen ließ. Jetzt geht es ins Halbfinale.

Es war einer jener Abende, der nicht nur die Fans des FC Bayern in Ekstase versetzte. Der selbst Karl-Heinz Rummenigge von einer „magischen Nacht“ sprechen ließ, „wovon ich auch noch nicht viele erlebt habe“, wie der Bayern-Boss anmerkte, „obwohl ich schon lange dabei bin“. Ein Abend veredelt mit einem Spektakel, das bei Trainer Pep Guardiola sogar die Hose platzen ließ. Selbst nüchtern betrachtet war das phänomenale 6:1 gegen den FC Porto mehr als nur das Ticket fürs Halbfinale der Champions League – es war „ein Statement-Sieg“, wie Thomas Müller die bayrische Gala gegen die Portugiesen bezeichnete. Ein Zeichen an die Konkurrenz, die mit den Münchnern um die Krone der Königsklasse kämpft. Als wollten die Roten rufen: Her mit den Spaniern! Egal, ob Barça, Atletico oder Real (das Spiel der beiden Madrider Teams war bei Red.Schluss nicht beendet) – die Bayern sind bereit für diese Brocken.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut, um den vierten Halbfinaleinzug in Folge doch noch zu schaffen. Da war die 1:3-Pleite in Porto, der Rücktritt von Medinizer-Ikone und Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dazu noch die personellen Probleme im ohnehin schon dünnen Kader. Es rumorte beim Rekordmeister, der Club Nr. 12 änderte aufgrund der Ausgangslage sogar seine geplante Choreografie noch um – und lieferte letztlich mit seiner großen „Niemals aufgeben“-Choreo die Initialzündung für die furiose Aufholjagd. „Das Motto hat natürlich zum Spiel gepasst“, sagte Manuel Neuer später.

Nicht einmal eine Viertelstunde hatte es gedauert, da war der Bann schon gebrochen. Es passte ins Bild, dass sich der 1,72 m kleine Thiago im Kopfballduell gegen den 19 Zentimeter größeren Maicon durchsetzte und den Ball in die Maschen wuchtete (14.). Anschließend waren die Bayern nicht mehr zu bremsen. „Nach dem 1:0 hat sich die Mannschaft in einen Rausch gespielt“, stellte Rummenigge glücklich fest. 26 Minuten und vier Tore später waren die Münchner 5:0 vorne und das Halbfinale schon nach der ersten Hälfte eingetütet. „Wie die erste Halbzeit gelaufen ist, das war schon toll“, resümierte Holger Badstuber. Seine schwierigste Aufgabe war am Dienstagabend das Abgeben der Dopingprobe, im Spiel wurde der Innenverteidiger so gut wie gar nicht gefordert. Ähnlich erging es Nebenmann Jerome Boateng, der sein Tor zum 2:0 seinen Töchtern Lamia und Soley widmete.

Bayern mit Gala gegen Porto: fünf Mal die Note 1

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An ihrem Weiterkommen hatten der Weltmeister und seine Kollegen vom Anpfiff weg keine Zweifel gelassen. „Vor dem Spiel siehst du nochmal das Poster mit Berlin“, sagte der 26-Jährige mit Blick auf das Finale am 6. Juni in seiner Heimatstadt Berlin, „das wollte ich dann nicht so einfach hergeben.“ Davon trennen den FCB noch zwei Spiele. „Was jetzt kommt, wird nochmal schwerer“, warnte Rummenigge. Doch auch gegen die Münchner anzutreten dürfte in den kommenden Wochen nicht angenehmer werden. Javi Martinez kehrte am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück, auch Arjen Robben und Franck Ribéry wollen Anfang Mai wieder auf dem Rasen stehen.

Auch wenn die Stars am Dienstag erstmal „kaputt“ waren, wie Thomas Müller meinte, geht der Blick jetzt schon wieder nach vorne, Richtung Finale. Das Unterfangen können die Bayern mit Vollgas angehen. Zumindest auf dem Platz – die Gelben Karten werden ab dem Halbfinale wieder auf Null gesetzt.

sw, mic, lop

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