Sachliche Analyse ist angesagt

Kein Donnerwetter vor Donezk, aber Angst vor Gegentoren

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Verhaltener Jubel: Der FC Bayern hatte nach dem Sieg in Hannover ...

München - Nach dem Arbeitssieg in Hannover hatte man mit einem Wachrütteln von Sportvorstand und Chef-Mahner Matthias Sammer gerechnet, doch das Donnerwetter vor Donezk blieb aus.

Vier Spiele liegen zwischen dem Hinspiel des FC Bayern bei Schachtjor Donezk in Lwiw. Vier Spiele, in denen es um Punkte und das Weiterkommen im Pokal ging, zumindest irgendwo im Hinterkopf aber auch immer um dieses Rückspiel an diesem Mittwoch. Vier Spiele lang ging es darum, die richtige Form für die Königsklasse zu finden. Was bleibt, ist nun zunächst mal der Eindruck vom 3:1 gegen Hannover. Einem Sieg ohne Glanz, mal wieder.

Genau deswegen hatte man mit einem Wachrütteln von Sportvorstand und Chef-Mahner Matthias Sammer gerechnet, doch das Donnerwetter vor Donezk blieb aus. Der 47-Jähriger versuchte es mit der antizyklischen Strategie: dem Beruhigen.

„Ich kann Ihnen nur sagen, entscheidend war heute die Mentalität“, sagte Sammer lobend. „Unsere Mannschaft hat eine super Moral und eine super Mentalität gezeigt. Wir wussten, dass es schwer wird zwischen Pokal und vor Donezk, das muss man ja auch mit beachten. Deswegen hat die Mannschaft das hervorragend gemacht heute.“

... und dem Tor von Müller zum 3:1-Endstand nur noch Donezk im Kopf.

Kein Wort über den Rückstand, das eher behäbige Offensivspiel, den fehlenden Kombinationsfluss. Stattdessen eine Breitseite für Hannover und den „katastrophalen Platz“, auf dem „der Ball hüpft wie ein Häschen“. Sammer ermahnte nicht seine Truppe, er konzentrierte sich eher auf seine Mitbürger und ihre Gewohnheiten ganz allgemein. „Ich weiß, dass wir Deutsche dazu neigen, gewisse Bilder zu verfestigen.“ Was er damit meinte: Die allgemeine Ansicht, Donezk wäre nicht besonders torgefährlich. Ein Trugschluss für den Mahner, der sogleich zum Warner wurde.

Sammer: „Wir müssen an dem Tag physisch und psychisch auf der Höhe sein. Wir werden die richtige Strategie wählen im Ballbesitz und natürlich gegen den Ball. Wir müssen die Konter kontrollieren!“

Es herrscht eine gewisse Angst vor einem Gegentor gegen Donezk. Nach dem 0:0 im Hinspiel bräuchte man dann immerhin schon mindestens zwei eigene Treffer. Nicht unmöglich, aber dennoch sagte auch Trainer Guardiola: „Wir dürfen die Offensive von Schachtjor nicht laufen lassen.“ Denn dieser „Mittelstürmer und die drei Drumherum, die sind leider schneller als der Wind“, wie Sammer anfügte.

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Während der FCB in der Liga nun mit elf Punkten Vorsprung Verfolger Wolfsburg weiter distanziert hat und die Meisterschaft nicht mehr weit scheint – frühester Termin ist der 11. April, 2014/14 war’s schon der 25. März –, hat der ukrainische Gegner einen Rückschlag erlitten. Donezk spielte in Charkow nur 2:2. In wohlwollender Mahnabsicht muss man sagen, diese windigen Offensivkräfte haben immerhin zwei Tore erzielt.

Letztlich war es Thomas Müller, der es mal wieder klar formulierte und sagte: „Grundsätzlich stimmt die Moral, die Einstellung, jeder läuft, jeder kämpft. Nun müssen wir einfach vorne unsere Stärken zum Einsatz bringen.“ Endlich wieder, möchte man sagen!

Michael Knippenkötter

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