FC Bayern holt zwei Neue für Alabas Fußstapfen

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David Alaba bekommt österreichische Gesellschaft

München - Die österreichische Welle erfasst den FC Bayern immer mehr! David Alaba ist nur das bekannteste der Riesentalente beim Rekordmeister. Jetzt sind zwei hinzugekommen.

Wie die Roten bekanntgaben, haben sie zwei weitere Youngster aus Östereich unter Vertrag genommen: Kevin Friesenbichler und Dominik Traunmüller verstärken die U 19 des FC Bayern .

Der 1993 geborene Traunmüller ist flexibel einsetzbar. "Dominik ist ein gelernter Außenverteidiger, der aber jetzt im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt und durch seine außergewöhnliche Schnelligkeit besticht", charakterisiert ihn Herwig Walker. Er ist Geschäftsführer der Fußballakademie Linz, von der Traunmüller zum FC Bayern wechselt.

Die Bayern-Stars von morgen

Wer ist das denn? So mancher Bayern-Star wie Arjen Robben (l.) dürfte gestutzt haben, als drei bis dato relativ unbekannte Gesichter mit ins Winter-Trainingslager nach Dubai gereist sind. Während der Hinrunde durften sie immer mal wieder ein wenig Profi-Luft schnuppern, in Dubai durften sie endgültig bei den Großen mitmischen - und zum Teil in der Rückrunde schon die erste Pflichtspielluft schnuppern. © Getty
Nach Thomas Müller, Holger Badstuber und Toni Kroos (derzeit an Leverkusen ausgeliehen) kommt schon die nächste Generation der Bayern-Stars: David Alaba (Foto), Diego Contento, Mehmet Ekici, und Christoph Knasmüllner. Wir stellen Ihnen die vier Youngster vor, denen eine große Zukunft bevorsteht. © Getty
DAVID ALABA: So jung und schon so weit! Der 1,75 Meter große Mittelfeldspieler, der im Februar 2010 für die 1. Bayern-Mannschaft sein Pflichtspieldebüt feierte, ist für sein Alter schon unheimlich reif. © Getty
Alaba wurde am 24. Juni 1992 in Wien geboren. © Getty
Seine Mutter stammt von den Philippinen. © Getty
Sein Vater ist ein Nigerianer. © Getty
Doch er hat sich entschieden, für Österreich zu spielen. © Getty
Österreichs Nationaltrainer Dietmar Constantini ließ ihn mit 17 sein Profidebüt feiern - wohl auch, um das Talent anderen Nationalmannschaften "wegzuschnappen". © Getty
Er hätte für viele Länder spielen können, “aber für mich war es nie eine Frage, dass ich für Österreich auflaufe“, sagt Alaba. Die Kultur des Landes habe ihn geprägt, auch wenn er jetzt in München lebt, seit eineinhalb Jahren schon. © Getty
Nach seinem ersten Auftritt im rot-weißen Dress seiner Nationalelf mochten die Lobeshymnen gar nicht mehr enden, obwohl David Alaba nur zehn Minuten gespielt hatte. Frankreich war der Gegner, das Spiel ging 1:3 verloren; und trotzdem überwog der Optimismus in den österreichischen Medien, des “Jahrhunderttalents“ Alaba wegen. © Getty
Nationaltrainer Dietmar Constantini sieht im bis dato jüngsten österreichischen Auswahlspieler eine “Zukunftsaktie“. © Getty
U 21-Coach Andreas Herzog spricht gar von “einem Juwel, einem Segen, dem allergrößten österreichischen Talent von allen“. © Getty
Mit 14 spielte er in der U 17 seines Heimatvereins Rapid Wien, mit 15 in der U 19-Nationalmannschaft. Und nun, mit 17, da darf er schon in der U 23 seines Clubs und im A-Nationalteam seines Landes ran. © Getty
Alaba ist ein Senkrechtstarter mit einer selten großen Begabung, wie ihm alle bescheinigen. Er will etwas daraus machen, ohne abzuheben. “Meine Eltern und Freude achten schon drauf, dass das nicht passiert. Ich werde am Boden bleiben, auch wenn ich Träume habe.“ © Getty
Als er sich im Sommer 2008 für München entschied, hätte er auch einen anderen Weg gehen können. Nach Frankreich, Italien, Spanien. “Es lagen viele Anfragen vor.“ © Getty
DIEGO CONTENTO: Er unterschrieb am 13. Januar als erster der drei Youngster einen Profivertrag. © Getty
Contento ist jetzt Bayern-Profi. © Getty
Contento küsst seine Medaille: Er wurde mit der Bayern-B-Jugend Deutscher Meister. © Getty
Contento gilt als Riesen-Talent auf der linken Außenbahn. © Getty
Keine Angst vor großen Namen: Contento im Trainingszweikampf gegen Arjen Robben in Dubai. © Getty
Hier sehen Sie ihn im Bayern-Dress. © Getty
Bis zur Winterpause durfte er "nur" in den Jugendmannschaften und dem FC Bayern II ran. © Getty
Doch dann ging's schnell für Contento, der nun auch fest zum Profi-Kader zählt und mehrfach in Bundesliga und Champions League ran durfte. © Getty
Contento wurde am 1. Mai 1990 geboren. © Getty
Der Deutsch-Italiener entschied sich zunächst, für Deutschland aufzulaufen. Doch theoretisch kann er auch noch bei Italien Länderspiel-Karriere machen. © Getty
Er durchlief mehrere Jugendmannschaften des DFB, hier sehen Sie ihn im Dress der U 20. © Getty
Contento beim Torschuss. "Er ist schnell wie eine Rakete", sagt Thomas Müller. © Getty
Contento ist ein Mann für die linke Außenbahn. © Getty
Er kann aber auch innen verteidigen. © Getty
Bodenständig: Contento schätzt vor allem Muttis Küche - die Mamma des Deutsch-Italieners kann eine Top-Pizza backen. © Getty
Am liebsten trinkt er Spezi. © Getty
Sein Motto: "Bleib so, wie Du bist" © Getty
Das heißt wohl: unbekümmert auch gegen große Namen wie Mario Gomez © Getty
MEHMET EKICI: Noch einer im Bunde der "neuen Youngsters" © Getty
Er ist der offensivste der genannten. © Getty
Ekici ist ein Mann fürs Mittelfeld oder für den Sturm. © Getty
Auch der Deutsch-Türke entschied sich für den DFB. © Getty
Ekici wurde am 25. März 1990 in München geboren. © Getty
Bis 1997 spielte er bei Unterhaching, dann kam er zu Bayern © Getty
Im Winter-Trainingslager durfte er eine Menge Profi-Luft schnuppern © Getty
Doch anders als Alaba und Contento konnte er sich nicht ans Profiteam herankämpfen. © Getty
Doch im Sommer hat man eine Lösung gefunden. © Getty
Ekici wird zum 1. FC Nürnberg ausgeliehen. © Getty
Dort soll er Spielpraxis in der Bundesliga sammeln und sich weiterentwickeln. © Getty

Friesenbichler (Jahrgang 1994) kommt von FC Admira Trenkwalder. Der Linksfuß ist mit seinen 1,85 Metern ein klassischer Mittelstürmer. Fußball ist in Friesenbichlers Verwandtschaft verwurzelt: Sein Papa Bruno war einst Profi und trainiert heute den österreichischen Zweitligisten TSV Hartberg, sein Onkel Günter kickt bei Admira Wacker.

In der U-16-Nationalelf der Österreicher sorgte "Friesi" zuletzt für Furore, knipste acht Treffer in fünf Spielen. Der Kleinen Zeitung sagte er im April: "In spätestens vier Jahren möchte ich als Profi spielen - in Österreich oder im Ausland. Ich werde alles dafür tun, dass es klappt." Mit dem Wechsel zum FC Bayern ist er seinem Traum ein Stück näher gekommen.

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Derflinger: Ein "unglaubliches Talent"

Damit stehen inzwischen zehn Youngster aus Österreich beim FC Bayern unter Vertrag. David Alaba (17), der in der abgelaufenen Saison bei den Profis in Champions League und Bundesliga debütierte, ist der aktuell bekannteste. Als nächste Kandidaten für die Profis werden Christoph Knasmüllner und Christian Derflinger gehandelt, die wir bereits vorgestellt hatten (siehe rechts). Mit Dominik Burusic, Alessandro Schöpf und Marco Friedl stehen weitere in den Startlöchern.

al.

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