Überraschende Statistik im "Kicker"

In dieser Tabelle ist der FC Bayern Liga-Letzter

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Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry - seit Jahren eine der besten Flügelzangen in Europa

München - Man mag es kaum glauben, aber auch der FC Bayern findet sich in einer Bundesliga-Tabelle auf Platz 18 wieder. Es geht um die Anzahl der Treffer über die Flügel.

Arjen Robben und Franck Ribéry waren in den vergangenen Jahren die wohl dominantesten Spieler im FCB-Team. Bei den Torvorbereitungen und Torabschlüssen führen die beiden die Statistiken an - vor allem der Niederländer erzeugte in den Liga-Spielen mehrmals über die rechte Außenpositionen Torgefahr. Umso überraschender ist eine Statistik, die der "Kicker" in seiner Donnerstags-Ausgabe aufzeigt.

Das Magazin stellt eine Tabelle auf, die zeigt, wie viele Tore die Bundesliga-Vereine 2014/15 über die Außenbahnen erzielten. Prozentual gesehen landet der Rekordmeister hier mit 41,9 Prozent auf Platz 18 - "nur" 31 von 74 Treffern fiel über außen. Führend in dieser Wertung ist übrigens der Hamburger SV (18 von 22 Toren über außen, 81,8 Prozent) vor Werder Bremen (36von 46, 78,3 Prozent) und dem VfB Stuttgart (31 von 41, 75,6 Prozent).

Die Frage, die offen bleibt, ist allerdings: Wie definiert sich ein Tor "über außen"? Zählen dabei lediglich Treffer nach Hereingaben oder sind Aktionen wie die weithin bekannte "Robben-Bewegung" (vom Flügel aus nach innen ziehen und abschließen) ebenfalls eingeschlossen? Zudem ist auch die prozentuale Auswertung der Statistik angreifbar: Sortiert man nach absoluten Werten, ordnen sich die Münchner auf dem dritten Platz ein. Die Anzahl der geschossenen Tore (insgesamt Liga-Topwert) werden dem FCB hier sozusagen zum Verhängnis.

Generell gab es in der Endphase der vergangenen Saison Kritik aus der entgegengesetzten Richtung für Trainer Pep Guardiola. Der Katalane gilt als großer Verfechter der Angriffe durch die Mitte. Das Spielsystem der Bayern hat er in den letzten zwei Jahren eindeutig in diese Richtung weiterentwickelt und somit variabler gestaltet. Wie abhängig das Team allerdings immer noch von seinen Einzelkönnern auf dem Flügel ist, war etwa in den Spielen gegen Barcelona gut sichtbar.

Die Erkenntnis daraus: Selbst einer der besten Trainer der Welt konnte den Bayern ihre Fixierung auf "Rib und Rob" nicht austreiben.

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