„Ancelotti? Eine gefährliche Frage“

Kimmich kritisiert sich und das Team - und hofft auf Heynckes

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Joshua Kimmich.

Unter Carlo Ancelotti und in der Nationalmannschaft war er bislang unumstritten. Nach dem Trainerwechsel nimmt Joshua Kimmich sich und seine Mitspieler in die Pflicht. Gegen den alten Coach will er nicht nachtreten.

München - Joshua Kimmich ist Bayerns Dauerbrenner in dieser Saison. Der 22-Jährige machte bislang sämtliche Spiele in Bundesliga, Pokal, Champions League und Super-Cup über 90 Minuten. Ein Tor und sechs Assists steuerte der rechte Außenverteidiger bei. Das sah letztes Jahr noch ganz anders aus. Im ersten Jahr unter Carlo Ancelotti gehörte Kimmich nicht zum Stammpersonal und spielte häufig noch im zentralen Mittelfeld, bevor Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß den gebürtigen Baden-Würtemberger zum Nachfolger von Philipp Lahm bestimmten. In der Nationalmannschaft spielte Kimmich auf dieser Position bereits während der EM 2016 äußerst erfolgreich und ist dort bei Joachim Löw seitdem quasi unantastbar. 

Nun ist Carlo Ancelotti beim FC Bayern Geschichte, und Jupp Heynckes übernahm das Traineramt bis zum Saisonende. Der Youngster in der Stammelf beim Rekordmeister freut sich schon. „Das ist jetzt ein weiterer Weltklasse-Trainer, den ich bekomme. Das ist auch für mich als junger Spieler gut, von verschiedenen Trainern zu lernen“, sagte Kimmich dem Kicker. Dass der 22-Jährige seinen Stammplatz nun unter dem neuen Coach verliert, glaubt er nicht. „Die ersten Spiele habe ich zwar alle gemacht, war Stammspieler, trotzdem muss es nichts Schlechtes sein, wenn ein neuer Trainer kommt.“ Eine Veränderung spüre er aber schon nach wenigen Tagen: „Natürlich hat sich was verändert, wenn man einen neuen Trainer hat. Man merkt an der Stimmung, dass man etwas verändern möchte, dass man in die Erfolgsspur kommen möchte. Der Trainer, wir Spieler, aber auch der Verein.“ 

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Kimmich will nicht gegen Ancelotti nachtreten

Wo müsse Heynckes denn nun ansetzen? Auch wenn Joshua Kimmich ein schwieriges erstes Jahr unter dem „Mister“ hatte, will er gegen den alten Trainer nicht nachtreten. „Eine gefährliche Frage. Weil man aus den Antworten ableiten könnte, dass man nachtritt. Das will ich nicht.“ Dennoch erklärt der Shootingstar, was vor allem die Akteure auf dem Platz zu verbessern haben. „Ich denke, dass es für uns Spieler wichtig ist, dass wir auf unser Level kommen. Es geht um Fitness, Taktik, das Mentale. Dass wir Spieler wieder bei 100 Prozent sind, dass wir wieder als Team funktionieren.“

Auch müsse jeder bei sich anfangen, nur von wenigen Spielern könne man sagen, dass sie auf Top-Niveau waren. Man habe so viel Qualität und wenn jeder wieder auf sein Top-Level kommt, funktioniere man auch wieder als Mannschaft, so der 22-Jährige im Kicker. „Der Trainer muss da mithelfen, dass wir das erreichen und auch mannschaftstaktisch wieder funktionieren.“ Das Training unter Heynckes versprüht bereits Euphorie bei Kimmich: “Von der Qualität des Trainings war ich schon angetan. Die Motivation war sehr groß.“ Dann kann den nächsten Siegen ja nichts mehr im Wege stehen.

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tor/Video: Glomex

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