Rechtsverteidiger im Interview

Kimmich: Ich verdanke Guardiola alles

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Joshua Kimmich. 

Joshua Kimmich spielt alles und kann scheinbar auch alles. In einem Interview spricht der Rechtsverteidiger des FC Bayern über seinen Mentor Pep Guardiola und die schwere Zeit unter Ancelotti.

München - Ganz Fußball-Deutschland ist sich einig. Joshua Kimmich ist der geborene Nachfolger von Philipp Lahm, sei es beim Rekordmeister oder in der Nationalmannschaft. Der Klon zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Doch Joshua Kimmich nerven die ständigen Vergleiche, wie er gegenüber dem Guardian gesteht. „Ich wollte immer Ich sein und kein Philipp-Lahm-Klon oder ein Lahm, der Zweite."

Spielt der 23-Jährige weiterhin so beständig auf Weltklasse-Niveau, sollten die ewigen Lahm-Vergleiche bald der Vergangenheit angehören. Kimmich selbst sieht seine zukünftige Heimat sowieso auf einer anderen Position. „Am liebsten spiele ich im defensiven Mittelfeld, aber es ist auch eine große Chance für mich, dass ich in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern als Rechtsverteidiger spiele. Es ist nicht immer einfach, nach dem DFB-Team wieder im Mittelfeld aufzulaufen.“

Auf das erste Treffen mit Mentor Pep Guardiola angesprochen, verfällt der 23-Jährige in Ekstase. Vor allem Guardiolas Wissen über ihn sei überwältigend gewesen. "Ich dachte mir: 'Wow, das ist einer, der mich und meine Spielweise perfekt kennt.'" 

„Er hat diesen besonderen Blick auf den Fußball“

Guardiola sei einzigartig, sein Verständnis für den Sport beeindruckend: “Er hat diesen besonderen Blick auf den Fußball. Für jeden Gegner hatte er einen Masterplan." 

Und weiter: „Er hat mir komplett neue Bereiche auf dem Feld gezeigt. Ihm ist die erste Berührung sehr wichtig und das man bereits vor dem Kontakt weiß, was man als Nächstes macht. Du musst stets wissen, wo deine Teamkollegen sind."

Nach seinem kometenhaften Aufstieg unter dem Katalanen folgte für Kimmich eine schwere Zeit. Unter Ancelotti wurde der Nationalspieler trotz ansprechender Leistungen zu Saisonbeginn links liegengelassen. Der Rechtsverteidiger stand plötzlich alleine da. „Was kann ich tun, um wieder zu spielen? Wie kann ich mich verbessern? Ich trainierte härter und länger. Der Fußball bestimmte meine Gedanken die ganze Zeit“, gibt Kimmich tiefe Einblicke.

Die Entlassung des Italieners wurde für ihn ein Glücksfall, Jupp Heynckes wurde zum Brustlöser und verhalf Kimmich zu alter Stärke. 

Don Jupp soll nach seiner Amtsübernahme unmittelbar das Gespräch mit ihm gesucht haben. "Jupp sagte mir einige Punkte, die ich noch verbessern muss. Für einen jungen Spieler ist es wichtig, dass du einen Trainer hast, der dich noch besser machen möchte und an dich glaubt.“

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cen

 

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