"Waren nicht bereit, nach hinten zu laufen"

Kindergarten-Fußball: Zukunft der Bayern-Reserve in Gefahr?

Der FCB-Nachwuchs um Timothy Tillman trat erneut zu pomadig auf. F: Leifer

Angeschlagen, anscheinend nahe der Resignation, gab Bayern-Coach Tim Walter im Anschluss an die vierte Saisonniederlage ein Bild des Jammers ab. „Was soll ich schon erzählen“, fragte er rhetorisch, „es ist doch jede Woche dasselbe“. 

Erneut hatte sich sein Team unfassbar naiv angestellt. Trotz des Altersdurchschnitts der Startelf von nur 18,8 Jahren „darf uns so eine erste Halbzeit nicht passieren“, prangerte der Trainer an, „das war zu pomadig, wir waren nicht bereit, nach hinten zu laufen“. Dank eines fein zu Ende gespielten Konters (27.) sowie eines Kopfballs nach einem verlängerten Eckstoß (45.) gingen die Gäste mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit. U-19-Torjäger Manuel Wintzheimer konnte zwar mit seinem vierten Regionalliga-Tor verkürzen (64.), die Niederbayern jedoch machten mit dem 1:3 (83.) den Sack zu. „Wir versuchen“, so Walter, „uns an den Männerfußball zu gewöhnen“, mittlerweile aber sei man vielmehr „schon an die ständigen Rückschläge gewohnt“. Bereits morgen (19 Uhr) erwartet den Bayern-Nachwuchs mit dem Gastspiel beim TSV 1860 Rosenheim die nächste Herausforderung. „Jede Mannschaft gibt gegen uns 150 Prozent, weil es gegen den großen FC Bayern geht. Dabei ist das nicht der FC Bayern, das sind kleine Kinder“. Angesichts dieses Kindergarten-Fußballs sollte der Rekordmeister prinzipiell die Sinnhaftigkeit seiner zweiten Mannschaft hinterfragen. In dieser Verfassung droht den kleinen Kindern von der Säbener Straße im Stadtduell mit dem TSV 1860 ein Debakel.

Quelle: fussball-vorort.de

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