Pechvogel vor Wechsel nach England

Jetzt erfüllt sich Kirchhoff seinen Herzenswunsch

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Jan Kirchhoff wird den FC Bayern in Richtung England verlassen.

München - Jan Kirchhoff steht vor einem Wechsel zum AFC Sunderland in die englische Premier League. Bayerns Pechvogel erfüllt sich damit einen Herzenswunsch.

Jan Kirchhoff ist ein wirklich feiner Kerl. Über den 25-Jährigen verliert beim FC Bayern keiner ein böses Wort, alles läuft bei ihm herzerfrischend unkompliziert ab. Vor der Winterpause dauerte das Gespräch, ob er ein paar Spiele bei der zweiten Mannschaft aushelfen könnte, gerade mal eine Minute. Manche Profis sträuben sich bei solchen Ansinnen, das Mindeste ist, dass sie sich bei ihrem Berater rückversichern wollen, und am Ende spulen sie ihr Programm dann gerne mal missmutig ab.

Kirchhoff ist anders, und so litten alle mit, weil ausgerechnet er seit seinem Dienstantritt im Sommer 2013 zum Pechvogel wurde. Leiste, Syndesmoseband, Adduktoren, Innenband, Achillessehne – der Mann, der in der Freizeit gerne durch München radelt, kam nie in Tritt. Nun steht er vor dem Abschied. Laut „kicker“ ruft der AFC Sunderland.

Für den Defensivallrounder, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, soll beim britischen Erstligisten ein Kontrakt bis 2018 bereit liegen. Als Ablöse ist eine Million Euro im Gespräch. Vor der letzten Wechselperiode hatten die Bayern noch sechs Millionen aufgerufen, doch für so einen Preis hätte es mehr Referenzen als eine Handvoll Kadernominierungen ins letzte Aufgebot vor der Winterpause gebraucht. Kirchhoff absolvierte für die Bayern nur sieben Einsätze in der Bundesliga, er war aber zwischendurch auch an den FC Schalke verliehen.

„Für mich steht fest, dass ich auf jeden Fall mal in England spielen werde“, sagte er im Sommer unserer Zeitung, „mich reizt einfach, wie der Sport dort gelebt wird. Im Fußball hat man die Chance, sich auch mal eine Zeit lang im Ausland verwirklichen zu können. Diese Chance werde ich mir nicht nehmen lassen.“ Nun scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein.

Dass er nach der langen Pause nicht mehr auf die Beine kommen würde, hat er nie befürchtet. „Ich habe gelernt, ruhig zu bleiben. Wenn man abrutscht in negative Gedanken, hat man schon verloren“, sagt Kirchhoff, der in England seine nächste Rehamaßnahme starten will. Diesmal für den Körper, denn bei 100 Prozent ist er noch nicht – und für die Seele, weil er sich mit dem Wechsel auf die Insel ja einen Herzenswunsch erfüllt. 

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