Green und Lappe machen spät alles klar

Kleine Bayern gut erholt von erster Saisonniederlage

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Die Treffer von Julian Green und Karl-Heinz Lappe besiegelten den Sieg der kleinen Bayern im Nachholspiel gegen den TSV Buchbach

FC Bayern München - Durch einen letztlich sicheren 3:0-Heimerfolg im Nachholspiel am Mittwochabend über den TSV Buchbach verkürzte Heiko Vogels Mannschaft den Rückstand auf Tabellenführer Jahn Regensburg in der Regionalliga Bayern auf acht Punkte.

Damit wurde zum einen die nur fünf Tage zuvor an gleicher Stelle erlittene erste Pleite gegen den 1. FC Nürnberg II ausgebügelt. „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit Niederlagen umgehen können“, resümierte der 39-jährige Coach zufrieden.

Zudem konnte das Meisterschaftsrennen offen gehalten werden. Zwei weitere Nachholspiele hat die Elf noch in der Hinterhand. Und in gut zwei Woche steht das Gastspiel in Regensburg auf dem Programm. Zunächst aber gastieren die kleinen Bayern am Samstag (14 Uhr) bei Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg. „Es gibt keine leichten Spiele in dieser Liga“, warnt Vogel, auch der Auftritt der abstiegsgefährdeten Buchbacher hätte „die Qualität der Liga gezeigt“. Dabei hatte sich im ersten Abschnitt noch ein Klassenunterschied aufgetan.

Wie schon fünf Tage zuvor gegen die Club-Reserve zeigten die „Bayern-Amateure“ vor dem Seitenwechsel eine ansprechende Darbietung, an der es einzig die Chancenverwertung zu bemängeln gab. Nach Patrick Weihrauchs er–stochertem Führungstreffer auf Vorarbeit des erneut starken Steeven Ribery (25.) verpassten es Karl-Heinz Lappe (32., 34.), Milos Pantovic (36., 42.) und Sinan Kurt (43.), ein komfortableres Polster anzulegen.

Dies sollte sich nach der Halbzeitpause fast rächen. Die Gäste aber hatten weder das Glück noch die Qualität des Club-Nachwuchses, um aus den Nachlässigkeiten in der Bayern-Defensive Kapital zu schlagen. Insbesondere die Gelegenheiten von Christian Bruca (54.) und Maximilian Bauer (73.) hatten das Potenzial, um dem Nachwuchs des Rekordmeisters einen ungemütlichen Abend zu bescheren. Vogel fand „diese Szenen nicht so schlimm, sie können als Lerneffekt dienen“. Dass seine Elf trotz des überlegenen ersten Durchgangs nach Wiederanpfiff „gewackelt“ und ihr „die Souveränität gefehlt“ habe, räumte der Coach zwar ein, die späten Treffer des kurz zuvor eingewechselten Julian Green (87.) und von Lappe (93.) aber täuschten darüber hinweg.

So durfte Vogel aufgrund der ersten Halbzeit völlig zu Recht von „einem auch in der Höhe verdienten Sieg“ sprechen. Ebenfalls keinen Widerspruch erntete der Übungsleiter in seiner Beurteilung der ersten Halbzeit. Diese sei „das Beste gewesen, was wir bisher in dieser Saison gezeigt haben“. Im Spitzenspiel in Regensburg jedoch sollte sich seine Elf Unkonzentriertheiten wie im zweiten Abschnitt nicht leisten.

Mit 20 Punkten aus neun Partien darf der Start als durchaus gelungen bezeichnet werden. Auch Vogel bilanzierte: „Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen mit dem holprigen Auftaktprogramm bin ich zufrieden.“ Der kommende Gegner aus Aschaffenburg darf sich jedenfalls darauf einstellen, wie der Bayern-Trainer beteuert, „dass wir ihn garantiert nicht unterschätzen werden“. Mehr als die aktuell acht Punkte Rückstand sollten es schließlich nicht sein, wenn seine Elf zum Gipfeltreffen nach Regensburg reist.Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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