"Ich lamentiere nicht"

Sebastian Rode: Hammer statt Jammer!

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Mit perfekter Schusshaltung erzielte Sebastian Rode kurz vor Schluss das 4:0 gegen Hoffenheim.

München - Beim 4:0 der Bayern gegen 1899 Hoffenheim gab es eine Premiere: Sebastian Rode erzielte sein erstes Bundesliga-Tor für den Rekordmeister.

Es war der Spieltag der Bayern-Bastis. Nicht nur Bastian Schweinsteiger hatte Grund zur Freude, sondern auch Sebastian Rode. Beim überschwänglichen Jubel über das Comeback des WM-Helden ging die Torpremiere von Neuzugang Rode fast ein wenig unter. Dabei setzte der 24-Jährige mit seinem Treffer zum 4:0 nicht nur den Schlusspunkt unter die Partie, sondern schickte gleich noch ein Ausrufezeichen mit in Richtung Pep Guardiola. Hammer statt Jammer – Rode empfiehlt sich für weitere Einsätze.

Bilder: Sechs Mal Note 2 für die Bayern-Stars

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Da passte es ins Bild, dass ausgerechnet der andere Basti ihm den Ball vor dem 4:0 (87.) servierte. Trocken hämmerte Rode die Kugel volley ins Netz, nur zwei Minute später scheiterte der gebürtige Hesse noch mal an der Latte (89.). Doch auch mit einem Tor war er rundum zufrieden. „Es fühlt sich sehr, sehr gut an“, strahlte Rode nach der Partie: „Vor allem zu Hause ist es doppelt schön. Ich habe mich sehr gefreut.“ Dabei musste der zweikampfstarke Mittelfeldmann vor dem Anpfiff eine kleine Enttäuschung einstecken, trotz der Ausfälle im defensiven Mittelfeld von Philipp Lahm und David Alaba fand er sich nur auf der Bank wieder.

Für Rode – im Gegensatz zu dem ein oder anderen Reservisten der Roten – aber kein Problem. „Für mich gilt einfach, Gas zu geben, nicht zu lamentieren. Ich bin Teil einer sehr, sehr guten Mannschaft. Da muss man seinen Teil dazu beitragen, dass die Jungs aus der ersten Elf Vollgas geben. Das ist mein Part“, erklärte der ehemalige Frankfurter in seiner gewohnt zurückhaltenden Art. Eine Art, die bei Pep Guardiola gut ankommt. „Sebastian ist super. Ich mag es, mit Spielern zu arbeiten, wenn sie immer 100 Prozent geben und wenn sie auf dem Platz reden und nicht daneben“, hatte der Coach für seinen Schützling unlängst nur lobende Worte übrig.

Rode dankte es ihm – natürlich auf dem Platz. Im Gegensatz zu Spielern wie Pierre-Emile Höjbjerg und Xherdan Shaqiri jammert er nicht, sondern arbeitet an seiner Entwicklung. Dass Guardiola dieser Typ Spieler deutlich lieber ist, hatte er bereits vor dem Spiel gegen Hoffenheim erklärt: „Wenn ein Spieler nicht hierbleiben will, muss er zu einem anderen Verein gehen. Ich will die Spieler haben, die bei Bayern bleiben wollen.“

Rode will – gerne auch mal von Beginn an. „Dienstag in der Startelf, das wäre schon ein geiler Moment“, sagte Rode mit einem Funkeln in den Augen, als er auf die CL-Begegnung morgen Abend (20.45 Uhr, Sky) im Etihad Stadium gegen Manchester City angesprochen wurde. Samstag betrieb er dafür beste Eigenwerbung: „Ein Tor sieht immer gut aus, klar. Jetzt geht es ja am Dienstag gleich weiter. Es gilt immer, im Training weiterzuarbeiten, in den Einsatzzeiten Vollgas zu geben. Und dann hoffe ich, auch mal von Anfang an spielen zu dürfen.“

Die Chancen stehen vielleicht gar nicht so schlecht, schließlich gab es auch ein Lob vom anderen Basti: „Er ist ein sehr, sehr guter Kerl. Das Tor hat er sich verdient, denn er hat einen guten Charakter.“

sw, mic

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