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"Klinsi wurde in den Dreck gezogen"

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"Es freut mich umso mehr, dass sich diese Vorrunde so gedreht hat, wie Jürgen es prognostiziert hat", sagt Paul Breitner.
"Es freut mich umso mehr, dass sich diese Vorrunde so gedreht hat, wie Jürgen es prognostiziert hat", sagt Paul Breitner. © Sampics

Die Hinrunde ist gespielt, Zeit für ein Fazit von Vorstands-Berater Paul Breitner (57) – und der freut sich vor allem für Jürgen Klinsmann.

„Ich muss feststellen, dass eine Wand aufgebaut wurde, als Jürgen Klinsmann als Trainer bei uns anfing. Es ist etwas initiiert worden, Klinsmann und seine Ideen in Zweifel zu stellen“, resümiert Breitner im DSF: „Er ist anfangs zum Teil in den Dreck gezogen worden. Es gab die Tendenz, Klinsmann an den Pranger zu stellen. Es freut mich umso mehr, dass sich diese Vorrunde so gedreht hat, wie Jügen es prognostiziert hat und wie wir es erwartet haben.“

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Außerdem hebt Breitner hervor, wie wichtig Franck Ribéry für einen Top-Klub wie Bayern ist. „Es kann beim FC Bayern nicht zu viel Ribéry geben. Wenn Messi nicht in Barcelona wäre, Ronaldo nicht bei Manchester und Ribéry nicht bei Bayern, würden wir uns vom guten Durchschnitt gar nicht abheben“, stellt Breitner fest.

Einen Qualitätsschub könnte auch HSV-Stürmer Ivica Olic bringen. Der Kroate wird aber, wenn überhaupt, im Sommer wechseln. Breitner: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass der HSV interessiert ist, im nächsten Jahr international zu spielen und dazu brauchen sie einen starken Olic in der Rückrunde – damit erledigt sich das Thema.“

Auch der Schutz von Bayern-Keeper Michael Rensing liegt dem Weltmeister von ’74 am Herzen. Nachdem Rensing von Franz Beckenbauer hart rangenommen worden war, bricht Breitner eine Lanze für ihn. „Es ist schade, dass Franz nicht mehr Spiele von Schalke und Leverkusen gesehen hat – wie Neuer und Adler an Standards vorbeigesegelt sind. Der Unterschied ist, die dürfen verlieren. Aber bei uns geht das nicht. Da wird das groß in die Gegend gehängt.“

Das Thema Klinsmann liegt Breitner besonders am Herzen: „Er wollte für sich und die Mannschaft zu vieles zu schnell. Aber das ist nicht schlimm. Nur wenn ich Risiko gehe, Neues probiere – nur dann wird man etwas erreichen. Das geht nicht von heute auf morgen. Es hieß, Jürgen sei beratungsresistent, ein Sturkopf. Jetzt, wo sich das Spiel der Mannschaft zum Erfolg gedreht hat, heißt es, er hätte doch auf jemand anderen gehört. Warum kann man nicht akzeptieren, dass das Klinsmanns eigener Lernprozess war?“

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Quelle: tz

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