Klinsmann: Das ist meine Philosophie

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Hat seinen eigenen Kopf und weiß ihn durchzusetzen: Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann

Nachdem Jürgen Klinsmann mit der Deutschen Nationalmannschaft das Sommermärchen 2006 erleben durfte, und zwei Jahre das Team führte, war ihm klar: Trainer, das ist mein Job.

„Durch die Arbeit als Bundestrainer, habe ich realisiert, dass Trainer ein Berufsfeld ist, das mir viel Spaß macht. Deshalb war mir nach der WM klar, dass irgendwann eine neue Anstellung als Trainer kommen würde. Der FC Bayern war für mich eine emotionale Entscheidung, da hat es gleich in mir gebrannt“, sagt der neue Bayern-Trainer im kicker-Sonderheft zum Bundesliga-Start.

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern © sampics
Franck Ribéry kickt mit Krücken, Poldi treibt Telefonscherze, und Klose hadert mit seiner Garderobe: Sehen Sie hier die besten Fotos vom Fototermin. © sampics
Der Fotografenandrang ist riesig. © dpa
Der alljährliche Fototermin des Rekordmeisters mit den neuen Trikots fand in einer Turnhalle auf dem Vereinsgelände an der Säbener Strasse statt. © dpa
"Moni? Ja, hier ist der Lukas. Wollt nur sagen: Dauert noch etwas. Und der Franck macht schon wieder Blödsinn" - Ob Poldi hier nach Haus' telefoniert? © dpa
Jürgen Klinsmann posiert mit dem Ball. © dpa
"Högschde Eisabahn, mir habat bald Training!" - Jürgen Klinsmann schaut auf die Uhr. © dpa
Die Mannschaft posiert bereitwillig für die Teamfotos - in allen drei Trikots. © dpa
Das Bayern-Team im Heimtrikot © sampics
Das Bayern-Team im Auswärtstrikot © sampics
Das Bayern-Team im umstrittenen Champions-League-Trikot, das in der "Löwen-Farbe" Blau gehalten ist. © sampics
Abseits der Kameras: Hans Jörg Butt, Thomas Kraft und Willy Sagnol (v.l.) legen ein Päuschen ein. © sampics
Poldi hingegen findet die Kameras äußerst interessant - und schaut bei einem Experten durch die Linse. © dpa
Seine Beine machen nach seinem Syndesmoseriss noch nicht so richtig mit, aber Franck Ribéry kann's auch mit der Krücke. © sampics
Jürgen Klinsmann sitzt für die Fotografen auf der Bank. © sampics
Franck Ribéry humpelt vor seinen Teamkollegen davon. © dpa
Turnhalle rauf, Turnhalle runter: Franck Ribéry übt sich im Krücken-Dauerlauf. © dpa
Spaß mit Fans: Tim Borowski, Miroslav Klose, Mark van Bommel, Daniel van Buyten und Franck Ribéry (v.l.) haben sich als Anhänger ihres eigenen Clubs verkleidet. © sampics
"Ey, Trainer!" - Franck Ribéry treibt Schabernack mit seinem neuen Chef. © dpa
"Bitte lächeln!" Das fiel Jürgen Klinsmann noch nie schwer. © dpa
Miroslav Kloses Blick sagt alles: So ganz ist er nicht überzeugt von seinem Outfit. © dpa
Ein gelangweilter Jürgen Klinsmann und sein gelangweilter Trainerstab © dpa
Poldi hebt ab! Und testet mal einen anderen Ball. © dpa
Ein Suchbild! Auf diesem Foto haben wir einen Franck Ribéry versteckt. Sie erkennen ihn an den weißen Zähnen. © dpa
Franck Ribéry vergeht das Lachen einfach nicht. © dpa
Sind das Manieren? Lukas Podolski zeigt seinem Stürmerkollegen den Stinkefinger - hoffentlich nur aus Versehen. © dpa

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Die 8667-PS-Bayern

Und Klinsi wäre nicht Klinsi, hätte er sich in den letzten Monaten nicht genau überlegt, was er wie einbringen kann in die Trainingswelt des FC Bayern. Ziemlich weit oben auf seiner Liste steht dabei die Kommunikation der Spieler und Trainer untereinander und auf dem Platz. Darin sieht er einen Schlüssel zum Erfolg.

„Wenn Breno einmal die Bayern-Abwehr führen will, muss er sich verständigen können, wenn ich als Stürmer Bälle will, muss ich die Sprache beherrschen. Es liegt an uns, das belebend rüberzubringen, damit die Spieler gerne lernen.“

So wie junge Spieler Vorbilder auf dem Feld haben, hat der Jung-Trainer Klinsmann Idole an der Linie. „Ich orientiere mich an Beispielen, die ich beobachten durfte. Wenger, Menotti, Parreira. Oder Jacquet, Vogts, Rehhagel und Trapattoni. Alle mit ihren eigenen Elementen. Von jedem blieb was“, verrät Klinsmann.

Auch was das System seiner Bayern angeht, hat der Schwabe konkrete Vorstellungen und bevorzugt – als Ex-Stürmer – zwei Angreifer. „Für die Spielweise des 4-5-1 muss die technische Grundausbildung sehr gut sein. Sie bedarf einer sehr hohen Passgenauigkeit und großer Freude an der Bewegung. Siehe die Spanier Xavi und Iniesta, die permanent die Position wechselten. Ich sehe lieber, dass ein Stürmer Unterstützung durch einen Partner hat. Toni verhungerte bei Italien vorne; auch Klose. Die Qualität, spielerische Lösungen zu finden, wird immer wichtiger“, weiß der 108-malige Nationalstürmer.

Klinsmann will alles und jeden etwas besser machen. Er hat sich viel vorgenommen und sich zu allem einen Plan erarbeitet, den er umsetzen will. Innovation und Perfektion. Die Mischung macht’s.

„Jeden Spieler kann man besser machen. Egal, wo und in welchem Klub er spielt. Auch Ribéry kann in allen Bereichen lernen. Kommunikativ, spielerisch, taktisch. Ich hoffe ich mache da einen guten Job“, sagt der Welt- und Europameister.

Klinsmann muss bei Bayern nicht jeden Stein umdrehen, wie damals beim DFB. „Nein, in keiner Weise. Viele Steine liegen genau richtig. Ein paar Kleinigkeiten sind neu.“

Quelle: tz

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