"Bastian macht im Moment gar nichts"

Hat Schweinsteiger zu viel riskiert?

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Bastian Schweinsteiger bei seinem Kurzeinsatz beim Spiel des FC Bayern gegen die MLS-Allstars.

München - Sorgen um Bastian Schweinsteiger: Der Weltmeister plagt sich weiterhin mit Knieproblemen. Womöglich fällt er noch Wochen aus - und damit auch für die nächsten Länderspiele.

Mit seiner blutender Wunde im Gesicht war der leidende Bastian Schweinsteiger die Symbolfigur beim WM-Triumph in Brasilien. Jetzt, nur fünf Wochen nach dem Finalsieg von Rio de Janeiro, drängt sich ein schlimmer Verdacht auf: Hat Schweinsteiger für den Weltmeistertitel möglicherweise zu viel riskiert? Der 30-Jährige plagt sich seit Monaten mit Problemen an der Patellasehne im linken Knie herum. „Bastian macht im Moment gar nichts“, sagte Trainer Pep Guardiola von Schweinsteigers Klub Bayern München am vergangenen Samstag.

Den Saisonstart mit dem Fußball-Rekordmeister am Freitag gegen den VfL Wolfsburg (20.30 Uhr/ARD und Sky) wird Schweinsteiger verpassen, er fällt wohl noch mehrere Wochen aus. Seine Teilnahme an der WM-Finalrevanche gegen Argentinien am 3. September in Düsseldorf und dem EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland vier Tage später in Dortmund ist nahezu ausgeschlossen. Laut Guardiola hat Schweinsteiger in der vergangenen Saison „immer mit Problemen gespielt, auch in Brasilien“. Anfangs war es der leidgeprüfte Knöchel, dann die Patellasehne.

Wie die Bild-Zeitung am Montag berichtete, spielt Schweinsteiger seit Monaten mit schmerzstillenden Spritzen. Das Ausmaß seiner Probleme, wegen der er bereits das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (2:0 n.V.) am 1. Juni verpasst hatte, hat jetzt aber offenbar eine neue Dimension angenommen. In der Vorbereitung absolvierte Schweinsteiger nur einige individuelle Einheiten. Als sich seine Weltmeister-Kollegen in der vergangenen Woche am freien Himmelfahrtstag zu einem freiwilligen Lauftraining verabredeten, fehlte er.

Von den elf Stunden, die die Bayern bisher im Sommer in Spielen auf den Platz standen, hat Schweinsteiger gerade einmal zehn Minuten absolviert. Bei seinem einzigen Einsatz beim Test gegen die MLS-Allstars in Portland/USA musste er zu allem Überfluss nach einem Foul mit einer Prellung am Sprunggelenk vom Platz. Im WM-Endspiel hatte er seine Auswechslung noch verweigert. Obwohl Kevin Großkreutz schon bereit stand, und Schweinsteiger wohl nur noch von seinem unbändigen Willen auf den Beinen gehalten wurde. Dabei hatte er selbst im Vorfeld der Endrunde gesagt: „Man muss da schon ein bisschen aufpassen, Patella ist nicht zu unterschätzen.“

Das sind die neuen Bundesliga-Trikots 2014/2015

Fußball Bundesliga Trikots 2014/15
Asymmetrische Schnitte, Retro-Style und Kragen - während manche Vereine ihren Look beibehalten, überraschen andere mit neuen Designs. Klicken Sie sich durch die neuen Bundesliga-Trikots 2014/2015! © Combo / picture alliance / dpa
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Auf dieses Bild haben die Fans lange gewartet: Robert Lewandowski im Trikot des FC Bayern. Die Münchner haben sich bei der Wahl der Spielkleidung an einem Modell aus den 1990er Jahren orientiert. © picture alliance / dpa
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Ungewohnter Anblick bei Borussia Dortmund: Neben Neuzugang Ciro Immobile überrascht auch die Optik der Trikots. Die Borussen spielen dieses Jahr mit asymmetrischen Streifen. © picture alliance / dpa
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Bei den königsblauen Trikots des FC Schalke 04 hat sich dagegen nur wenig geändert. © picture alliance / dpa
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Eine völlig neues Outfit? Keine Sorge: Nur das Ausweichtrikot von Bayer 04 Leverkusen ist weiß. Ansonsten bleibt die Werkself ihren traditionellen Farben rot und schwarz treu. © picture alliance / dpa
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Der Preis für das gewagteste Trikot geht diese Saison an den VfL Wolfsburg. Die Hemden überraschen mit auffälligen Diagonalstreifen und neuen Farbkombinationen beim Ausweichtrikot. © VFL Wolfsburg
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Borussia Mönchengladbach setzt derweil auf den Retro-Look: Das Design ist an ein Modell aus den 70er Jahren angelehnt. © picture alliance / dpa
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Schlicht und schnörkellos präsentiert sich das rote Trikot des 1. FSV Mainz 05. © picture alliance / dpa
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Tobias Werner fühlt sich im neuen Trikot des FC Augsburg sichtlich wohl. © picture alliance / dpa
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Adam Szalai im neuen Jersey der TSG Hofenheim. Die TSG hat sich für ein neues Design mit diagonalem Farbverlauf entschieden. © picture alliance / dpa
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Das Trikot von Hannover 96 ist ein schlichter Mix aus roten und dunkelroten Streifen. © picture alliance / dpa
Immernoch in Streifen, davon allerdings etwas weniger und dafür breiter: So präsentiert sich Hertha BSC (r.). © picture alliance / dpa
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Einzige Überraschung bei den ansonsten traditionell gehaltenen Trikots des SV Werder Bremen: der weiße Flügelkragen. © picture alliance / dpa
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Gleiche Optik, neuer Ausstatter: Nike ist neuer Trikotsponsor der Eintracht Frankfurt. © Eintracht Frankfurt
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Auch das Jersey des SC Freiburg ist schlicht gehalten. Die Breisgauer kehren wieder zum einfarbigen Trikot zurück, nur in den Ärmeln wurde etwas weiß beigemischt. © SC Freiburg
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Der VfB Stuttgart zeigt sich stilbewusst und präsentiert ein Jersey mit Flügelkragen und Knopfleiste. Neu: Das modifizierte Vereinslogo. © VfB Stuttgart
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Als letzte Mannschaft veröffentlichte der Hamburger SV seine Spielkleidung. Neu beim HSV ist der rot-blaue Längssteifen auf der Brust. © dpa
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Dagegen stellte der 1. FC Köln seine neuen Trikots schon bei der Meisterfeier am Ende der letzten Saison vor. Auch bei den Geißböcken stehen diagonale Farbverläufe auf dem Programm. © picture alliance / dpa
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Der zweite Aufsteiger SC Paderborn tritt in der ersten Liga in einem schwarzen Trikot mit feinen blauen Streifen an. © picture alliance / dpa

In der Tat: Die nur sieben Zentimeter lange Sehne, die das Schienbein mit der Kniescheibe verbindet, hat schon manchen Sportler ins Straucheln gebracht. Tennis-Legende Steffi Graf musste 1997 nach einer Patellasehnen-OP ein Jahr pausieren, beendete 1999 auch deshalb ihre glorreiche Karriere. Weltfußballer Cristiano Ronaldo plagen seit Monaten ähnliche Probleme wie Schweinsteiger, bei der WM war der Portugiese deshalb außer Form.

Die Patellasehne sorgt für die Kraftübertragung vom Oberschenkel in den Unterschenkel und wird bei Tennisprofis oder Fußballern wegen ständigen Abstoppens und Änderns der Laufrichtung besonders belastet. Bei chronischen Problemen hilft nur: Ruhe, Ruhe, und nochmals Ruhe. Im schlimmsten Fall ist eine Operation unumgänglich - und eine möglicherweise monatelange Pause.

„Mit aller Gewalt“ habe er den WM-Pokal gewinnen wollen, sagte Schweinsteiger nach dem Coup am Zuckerhut. Am Finalabend waren seine Beine „im Arsch“, wie er am 13. Juli unverblümt zugab. „Aber“, fügte Schweinsteiger mit einem Lächeln an, „es hat sich rentiert.“

SID

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