Vor FCB gegen BVB

Kommentar: Das droht, wenn Bayern noch mehr TV-Gelder kriegt

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Noch mehr TV-Gelder für den FC Bayern München? tz-Redakteur Ludwig Krammer befürchtet dann ein Abo des FC Bayern auf die Meisterschale.

München - Noch mehr TV-Gelder für den FC  Bayern? Dann droht eine Übermacht in der Liga. Das meint tz-Sportredakteur Ludwig Krammer in seinem Kommentar.

Die Bundesliga ist ein Zuschauermagnet: volle Stadien, sprudelnde Sponsorengelder, eine Medien-Aufmerksamkeit, die längst über die Sportseiten hinausgeht. Doch der Status Quo ist nicht genug. Mehr Fernsehgeld durch Pay-TV-Konkurrenz fordert Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bei jeder Gelegenheit und verweist auf England, wo die TV-Riesen British Telecommunications und Sky der Premier League ab 2016 für drei Jahre umgerechnet 9,5 Milliarden Euro bescheren werden. Ein Vielfaches der Bundesliga-Einnahmen – und der Anfang vom Ende der internationalen Konkurrenzfähigkeit deutscher Klubs?

So verständlich die Sorge aus Sicht des FC Bayern ist, so schwierig erscheint die Lage, wenn man sich in die Köpfe der DFL-Vertreter versetzt. Wieviel attraktiver kann das Produkt Bundesliga auf Sicht noch werden, wenn ein Klub über allen anderen schwebt? Sind die Duelle um die Plätze zwei bis vier und ein zünftiger Abstiegskampf spannend genug, um die Massen zu den Decodern zu treiben? Sieben Punkte Vorsprung hätte Bayern bei einem Sieg gegen Dortmund am Sonntag. Am Ende der Spannung wäre noch viel Saison übrig.

Freilich, dem FCB ist schwer ein Vorwurf für die eigene Klasse zu machen. Um den nationalen Konkurrenzkampf zu forcieren, müsste die UEFA die Verteilung der Champions-League-Gelder reformieren. Doch dass sich Rummenigge und seine Kollegen bei Europas Topklubs auf derlei Ideen einlassen, das wäre dann wohl zu viel der Romantik. Oder nicht?

Von Ludwig Krammer

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