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Zukunft des Trainers

Ex-Bayern-Star über Kovac: Er bleibt nur unter einer Bedingung FCB-Trainer

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Niko Kovac und der FC Bayern stehen vor den entscheidenden Schritten der Saison.

Niko Kovac hat beim FC Bayern laut Vorstandsboss Rummenigge „keine Jobgarantie“. Nun äußerte sich ein ehemaliger Titelgewinner und stellte eine Forderung.

Update vom 7. Mai, 12.40 Uhr: Die Saison geht auf die Zielgerade, der FC Bayern hat mit Meisterschaft und Pokal zwei Titel im Visier. Auch für Valérien Ismaël ist klar: Es braucht Trophäen in der Vitrine. „Das Double ist ein Muss für Kovac, eine Pflicht“, sagte er im Interview mit der AZ

Der Franzose, der mit den Bayern (2006) und mit Werder Bremen (2004) jeweils das Double holte, geht noch weiter: Kovac wäre nur beim Gewinn der beiden Titel „berechtigt, weiter Trainer des FC Bayern zu sein“. Ismaël lobte allerdings auch das Comeback des Rekordmeisters, nachdem es im Herbst noch düster ausgesehen hatte. Für die Aufholjagd verdiene Kovac Respekt. Am Samstag könnten die Bayern vielleicht schon zum ersten Mal jubeln und gegen Leipzig die Schale holen.

Wegen Kovac: Effenberg geht auf Rummenigge los - „Das hat was mit Respekt zu tun“

Update vom 3. Mai 2019, 15.15 Uhr: Stefan Effenberg hat sich erneut hinter Niko Kovac gestellt und den Bayern-Trainer verteidigt. Die Kritik von Karl-Heinz Rummenigge, der übrigens den Abschied von zwei Stars bestätigte, kann der Ex-Bayern-Profi immer noch nicht nachvollziehen. „Ich kann mich an keinen positiven Ausspruch von Karl-Heinz Rummenigge in Richtung Niko Kovac erinnern“, so Effenberg im Check 24 Doppelpass auf Sport1. „Das hat auch was mit Respekt zu tun! Hätte Rummenigge das auch mit Jupp Heynckes gemacht? Nein!“ 

Auch die Worte von Franz Beckenbauer, er würde manchmal glauben, die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft zu sehen, kamen bei Effenberg nicht gut an. „Die werden in zwei Wochen zu hundert Prozent Meister, worüber reden wir denn hier?“ Als Spieler sei es ihm egal gewesen, in welcher Art und Weise man die Spiele gewonnen hätte. 

Effenberg kann Kritik nicht nachvollziehen

„Bayern München hat einen Mega-Rückstand aufgeholt und hat jetzt vier Punkte Vorsprung. Größten Respekt zu dieser Leistung! Dann nehmen wir den Niko Kovac, der in einer schwierigen Phase des FC Bayern, im Umbruch, eine richtig, richtig gute Arbeit leistet. Dass der ständig in der Kritik steht, kann ich nicht nachvollziehen“, so Effenberg weiter. 

Auf die Einwürfe aus der Talk-Runde, die Kritik sei auf das Achtelfinal-Aus gegen den FC Liverpool zurückzuführen und der Stachel säße bei den Verantwortlichen immer noch tief, antwortete Effenberg ebenfalls: „Das ist ja in Ordnung, aber dann müssen Rummenigge und Co. den Kader so zusammenstellen, dass die im nächsten Jahr eine bessere Rolle spielen.“ Die Taktik von Kovac gegen Liverpool sei grundsätzlich die Richtige gewesen.  

Kovac reagiert auf die Rummenigge-Warnung und spricht über sein Verhältnis zum FCB-Boss

Update vom 3. Mai 2019, 09.45 Uhr: Niko Kovac hat auf die Warnung von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge reagiert. Dieser hatte kürzlich wiederholt, dass jeder beim FC Bayern liefern müsse und niemand eine Jobgarantie habe. 

„Ich versuche das auszublenden, weil es nichts bringt, dass ich mich dort mit Nebensachen beschäftige“, so Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hannover. „Wir müssen letztendlich die Mannschaft vorbereiten auf das, was am Wochenende passiert. Wir sind Tabellenerster, wir sind im Pokalendspiel. Ich glaube, so schlecht ist das nicht.“

Das Verhältnis zu Rummenigge, der von Ottmar Hitzfeld wegen der Aussage kritisiert wurde, sei laut Kovac, der immer noch das Double mit den Bayern holen kann, „ein ganz Normales“. „Da gibt es überhaupt keine Probleme. Intern ist alles soweit okay. Ich muss meine Leistung bringen. Wenn ich sie bringe, denke ich, muss man gar nicht diskutieren.“ 

Am Wochenende kann der FCB im Meisterschaftsrennen vorlegen und den Vorsprung zumindest für kurze Zeit auf fünf Punkte ausbauen. Am Samstag-Nachmittag kommt der Tabellenletzte Hannover 96 in die Allianz Arena. Borussia Dortmund spielt erst am Samstag-Abend in Bremen. 

Stefan Effenberg über Rummenigges Kritik: „Da wird mir schlecht“

Update vom 16. April 2019: Stefan Effenberg, ehemaliger Kapitän des FC Bayern München und aktueller Experte, hat in seiner Kolumne bei t-online.de ordentlich ausgeteilt und Karl-Heinz Rummenigge wegen seiner Kovac-Kritik gerügt. 

„Der FC Bayern steht an der Bundesliga-Spitze und im Pokal-Halbfinale. Trotzdem wird permanent über Niko Kovac diskutiert und spekuliert. Ich muss ehrlich sagen: Da wird mir schlecht, wenn ich das verfolge“, so der Tiger und führt aus: „Ich bekomme bei diesen Aussagen Bauchschmerzen. Niko Kovac tut mir leid. Kalle Rummenigge muss sich doch bewusst sein, dass das ein mediales Gewitter nach sich zieht und den Trainer viel Energie kostet.“ 

Rummenigge hatte bei Wontorra beim Sky-Fußball-Talk am 7. April (siehe Text weiter unten) den Trainer kritisiert. Unter anderem war er nicht mit der Rotation einverstanden und brachte den einprägenden Satz: „Beim FC Bayern hat niemand eine Jobgarantie“. 

Überraschende Aussage von Hoeneß über mögliche Vize-Meisterschaft

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Trainer Niko Kovac einmal mehr gestärkt. Nach der Machtdemonstration im Bundesliga-Gipfel am Samstag gegen Borussia Dortmund und der Rückkehr an die Tabellenspitze sagte Hoeneß: „Wir haben eine sehr gute Mannschaft und sie hat wie eine sehr gute Mannschaft gespielt.“ Für ihn sei die Spielweise der Mannschaft entscheidend, und da habe das 5:0 gegen den BVB „keine Frage offengelassen“, sagte der 67-Jährige.

Im Verhältnis zu Trainer Niko Kovac „war immer alles okay“, sagte Hoeneß dem Fachmagazin „Kicker“ (Montag). „Wenn ich unzufrieden bin, heißt das noch lange nicht, dass wir den Trainer rausschmeißen. Man kann trotzdem kritisch miteinander umgehen.“

Die Situation bei den Münchnern habe sich seit November 2018 - Tiefpunkt war das 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf - verändert. Damals „hatte ich das Gefühl, es ist alles desaströs und es funktioniert gar nichts“, so der Präsident, „aber seither haben wir kaum noch ein Spiel verloren. Und selbst wenn wir Zweiter würden, ist das doch kein Desaster“, sagte Hoeneß.

Rummenigge kritisiert Kovac-Stil in Vorrunde und macht Statement: „Gibt keine Jobgarantie“

Erstmeldung vom 7. April, 13.15 Uhr: München - Der FC Bayern München hat Borussia Dortmund aus der Arena geschossen. Vor den Augen der Verantwortlichen wie Karl-Heinz Rummenigge oder Joachim Watzke ließ der Rekordmeister den Borussen keine Chance. Am nächsten Tag saßen Watzke und Rummenigge nebeneinander im Studio bei Jörg Wontorra und rekapitulierten das Spiel. Außerdem wurden weitere Themen wie die Transferpolitik und beiden Trainer diskutiert. 

Rummenigge nannte den Sieg „alternativlos“. Es hätte keine Alternative als einen Sieg gegen Dortmund gegeben. „Wir haben noch sechs schwere Spiele. Auch schwere Auswärtsspiele“, sagte Rummenigge zum Restprogramm, das der FCB als Tabellenführer angeht. „Das war das Beste vom FC Bayern der letzten Jahre, die Leistung von uns war indiskutabel“, so Watzke. 

FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge kritisiert Nico Kovac - „Kein Freund der Rotation“

Indirekt kritisierte Rummenigge aber auch Niko Kovac, abgesehen von der tollen Leistung am Samstagabend. „Das, was im Oktober und November passiert ist, da haben wir uns selbst das Bein gestellt. Der Trainer hat im großen Stile rotiert. Ich bin ein erbitterter Gegner von Rotation. Ich bin ein Freund von den elf Besten in der Startelf. Dann sitzen zwar sieben Spieler sauer auf der Bank, aber das müssen sie sein.“, so Rummenigge über schlechte Bayern-Phase in der Vorrunde.

Rummenigge und Watzke, die ein durchaus harmonisches Gespräch führten, waren sich in einer Sache auf den Punkt einig: Rotation ist nicht gut. „Das haben wir im November angesprochen und verbessert“, so Rummenigge und führt seine Überlegung aus. „Du kannst ein bisschen rotieren, mit zwei bis drei Leuten. Aber nicht mit fünf. Da wackelt das Gebilde. Es wurde nicht leistungstechnisch rotiert. Tiefpunkt war das 3:3 gegen Düsseldorf. Uns war klar, dass wir interne Gespräch führen, damit wir wieder auf die Beine kommen. Damals waren wir Fünfter“. 

Als Kovac mit der Rotation aufhörte, ging es für den FC Bayern bergauf und der Neun-Punkte-Rückstand auf den BVB begann zu schmelzen. Anscheinend hatte das Intervenieren der Vorstandsetage gefruchtet. „Es hat intern ziemlich gescheppert, als wir neun Punkte Rückstand hatten. Im November gab es beim FC Bayern nicht viele Leute, das wir Deutscher Meister werden könnten. Der Break zu Weihnachten hat den Glauben zurückgebracht“, so Rummenigge. 

Karl-Heinz Rummenigge: „Es gibt keine Jobgarantie beim FC Bayern“

Auch die Marschrichtung für die restliche Saison gibt der FCB-Boss vor. „Wir hatten zwei Monate, die nicht gut gelaufen sind. Wir müssen jetzt die letzten sechs Spiele in dem Stile von gestern rangehen. Wenn wir offensiv spielen und pressen, dann ist die individuelle Qualität so hoch, dass es schwer ist, gegen uns überhaupt einen Punkt zu holen.“

Unangefochten ist Trainer Niko Kovac auch nicht. „Es gibt keine Jobgarantie beim FC Bayern München. Für niemanden. Jeder muss liefern. Das ist unser Prinzip. Mit dem Druck muss jeder umgehen können“, sagt Rummenigge über die Zukunft des Trainers. Bedeutet: Beim Ausscheiden im DFB-Pokalhalbfinale sowie einer möglichen Vize-Meisterschaft würde der Stuhl kräftig wackeln.

Der Bayern-Chef gab auch zu, „enttäuscht“ zu sein. „Ich war nachdem Liverpool-Spiel frustriert. Wir spielen vor 70.000 Menschen ohne Mut. Mit offenem Visier angreifen, dann wäre es besser gelaufen. Das ist unser Spielstil. Unser Spielstil ist dominant, auf Ballbesitz aus“, so der 63-Jährige.  

Im weiteren Gespräch zwischen Jörg Wontorra und den beiden Gästem, entwickelte sich eine Situation, in der sich der Moderator eine Schmuddel-Aussage bei Sky nicht verkneifen konnte. Rummenigge kontert mit der passenden Antwort.

Auch Jerome Boateng sorgt für Aufruhr. Seine Party nach Spielende sorgte schon im Vorhinein für Zündstoff. Nun ist klar, welche Bayern-Stars zu Gast waren. Selbst eine BVB-Legende wagte den Besuch

ank

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