Fehlender Glaube an Kovacs Erklärung

Kovac zu den Bayern: Matthäus hat Zweifel am Ablauf der Verpflichtung

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Niko Kovac beim Spiel seiner Eintracht gegen Bayer Leverkusen.

Wie lange baggerte der FC Bayern München schon an Niko Kovac? Lothar Matthäus hat Zweifel an der Version der Geschichte, die von dem Kroaten verbreitet wurde. 

München - Der Fall Niko Kovac wirft auch zwei Tage nach der Bekanntgabe des Wechsels zum FC Bayern München weiter Fragen auf. Wie lange stand der Deutsche Rekordmeister schon im Kontakt mit dem kroatischen Trainer? Hat der 46-Jährige die Wahrheit gesagt, als er die blitzartigen Entwicklungen bei seiner Verpflichtung beschrieben hat? Und reicht wirklich ein Anruf, um Trainer bei einem europäischen Top-Verein zu werden?

Wenn es nach den Sky-Experten Lothar Matthäus und Christoph Metzelder geht, so muss sich die Verpflichtung des Heynckes-Nachfolgers anders ereignet haben, als von Kovac beschrieben. Der Eintracht-Trainer stellte die Situation aus seiner Sicht wie folgt da: „Der Tag fing normal an, aber dann kam eine Dynamik rein, die ich in dieser Form selbst noch nicht erlebt habe. Es kam ein Anruf aus München, es kam ein Angebot, ich habe es angenommen. Es ist so, wie es ist.“

Kovacs Blitz-Vertrag: „Selbst in der Kreisliga lotete man so etwas aus“

Eine Geschichte, der Lothar Matthäus keinen Glauben schenken kann: „Ich hätte gern eine klare Antwort bekommen. Ein Treffen mit Bayern an nur einem Tag nehme ich ihm nicht ganz ab. Ich glaube nicht, dass Bayern und Niko Kovac einen Vertrag innerhalb von ein paar Stunden abschließen.“, sagte der 57-Jährige am Samstag im Vorbericht der Bundesliga auf Sky

Sein Kollege Christoph Metzelder teilt die Meinung des Weltmeisters von 1990: „Ich kann es nicht glauben. Selbst in der Kreisliga lotet man so etwas aus. Normal gibt es mehrere Gespräche vorher.“ Bereits am Freitag gab es Berichte der Süddeutschen Zeitung, nach denen sich Kovac und die Vereinsverantwortlichen des Deutschen Meisters vor etwa zwei Wochen in einem italienischen Restaurant in Geretsried getroffen haben soll. Dabei wurde wahrscheinlich nicht nur über die guten alten Zeiten geredet, als der Kroate noch im Trikot der Münchner aktiv war, sondern auch über die gemeinsame Zukunft. 

Der Heynckes-Nachfolger wollte sich selbst nicht zu der Situation äußern und wechselte bei Nachfragen von Sky souverän das Thema: „Das brauche ich nicht zu beantworten. Wir müssen uns heute auf die Bundesliga konzentrieren. Ich bin ein solider Trainer und muss mich um meinen Job kümmern.“

Lesen sie auch: „Transfergerücht: Bringt Kovac diesen Spieler zum FC Bayern mit?“

fd

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