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Lässt Bilbao Martinez vier Monate sperren?

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Javi Martinez (re.) droht möglicherweise eine Sperre. © dpa

München - Der Wechselpoker um Javi Martinez nimmt immer skurillere Formen an. Sollte der Spanier sich selbst freikaufen, erwägt Athletic Bilbao sogar rechtliche Schritte gegen den Mittelfeldspieler.

Eigentlich ist alles klar im Fall Javi Martínez. Der Spieler von Athletic Bilbao will zum FC Bayern wechseln, die Münchner haben sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, die Ablöse in Höhe von 40 Millionen Euro an seinen Klub zu überweisen. Damit wäre eigentlich alles geregelt. Eigentlich. Denn zu einem perfekten Transfer braucht es auch immer das Okay des abgebenden Vereins, in diesem Fall das von Athletic Bilbao. Doch der Klub aus dem Baskenland macht ganz und gar nicht den Eindruck, Martínez kampflos ziehen zu lassen.

Ganz im Gegenteil. Bilbao zieht alle Register, um den Transfer von Javi Martínez zum FC Bayern zu erschweren. Der Grund: Der Klub, der nur Basken aufnimmt und ausbildet, will damit zeigen, dass er diese Spieler dann auch nicht so leicht abgibt. Es geht den Nordspaniern um ihren Ruf, oder in den Worten von Präsident Josu ­Urrutia: „Wir sind kein Verkäufer-Klub.“

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Sollte sich Athletic also weiterhin querstellen, bleibt Javi nur die Möglichkeit, selbst die 40 Millionen samt Steuern bei der spanischen Liga LFP zu deponieren, um den Vertrag mit den Basken zu brechen. Und hier taucht nun das nächste Problem auf in der schier nie enden wollenden Transfergeschichte des Javi Martínez.

Sollte Javi sich tatsächlich „freikaufen“, erwägt Bilbao nach tz-Informationen sogar, rechtliche Schritte gegen die Bayern einzuleiten. Hierbei geht es um eine Regularie der FIFA, die Folgendes besagt: Ein Spieler, der unter 28 Jahre alt ist und einen Vertrag bei einem Klub unterschreibt, verpflichtet sich damit, diesen auch innerhalb der kommenden drei Jahre nicht zu brechen. Es sei denn, der Klub akzeptiert den Transfer und gibt den Spieler ab. Da Martínez (23) seinen Kontrakt in Bilbao erst vergangenes Jahr verlängert hat und Bilbao den Transfer nicht unterstützt, könnten die Basken den FCB im Fall der Fälle vor Gericht zerren. Drohen würde den Bayern dann eine Geldstrafe und ein Kaufverbot für die nächsten zwei Transferperioden. Hinzu kommt, dass der Spieler selbst vier bis sechs Monate gesperrt wäre. 2007 verpflichtete der FC Chelsea unter diesen Umständen Gaël Kakuta vom RC Lens. Die Folge: Kakuta war vier Monate lang gesperrt, Chelsea wurde mit einem Transferverbot belegt.

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Jupp Heynckes versucht nach wie vor als Mittelsmann, Athletic zu Verhandlungen zu bewegen, damit der Transfer ohne Komplikationen über die Bühne gehen kann. Am Montag wird der Bayern-Coach aber erst mal auf der Trainerbank gebraucht. Im Pokal muss der Rekordmeister beim SSV Jahn Regensburg ran (20.30 Uhr, ARD & Sky), und Heynckes weiß genau, wie wichtig ein Triumph für die gesamte Saison wäre. „Ein Sieg würde uns einen Schub für die Meisterschaft geben“, so der Coach. „Das wird uns auch gelingen.“ Der Transfer von Javi Martínez hoffentlich auch…

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J. Carlos Menzel Lopez

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