Lotzen, Schnaderbeck und Bürki

So wie Lahm, Müller, Alaba

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Schnaderbeck, Lotzen und Bürki bleiben bis 2018 beim FC Bayern.

FC Bayern München (Frauen) - Tom Wörle weiß, dass es keiner hören will. Er sagt es trotzdem. Immer wieder. Weil es Fakt ist, wiederholt er.

Und Unrecht hat er ja nicht, wenn er immerzu darauf verweist, dass das Frauen-Team des FC Bayern ungeachtet der anstehenden Titelverteidigung noch immer erst dabei ist, zu reifen. Am Sonntag setzte es gegen den 1. FFC Frankfurt die erste Niederlage nach 40 Ligaspielen. „Das ist der aktuelle Champions League-Sieger und -Halbfinalist“, sagt der Münchner Trainer, „die haben Persönlichkeiten auf dem Platz, die gegen uns auf den Punkt geliefert haben.“ Sein Team sei, auch wenn das keiner hören mag, erst auf dem Weg, zu einem solchen Kaliber zu werden.

Wörles Glück: Bei seinen Spielerinnen trifft er dabei auf keine tauben Ohren. Die Bayern haben sich ein ehrgeiziges, junges Team zusammengestellt – und diese Woche mit drei Vertragsverlängerungen dafür gesorgt, dass das Korsett weiter trägt. Lena Lotzen, Viktoria Schnaderbeck und Vanessa Bürki bleiben bis 2018. Es sind drei besondere Spielerinnen für die Münchner; kurz zusammengefasst: Drei fürs Herz.

Lena Lotzen (22) kam mit 17 Jahren zum FC Bayern, die anderen zwei sind sogar noch länger da, sie sind die dienstältesten im Kader. „Für unsere Identität ist es extrem wichtig, solche Spielerinnen zu behalten“, sagt Wörle. Basis ist natürlich, dass die Qualität auch den gestiegenen Anforderungen entspricht, „aber es ist auch wichtig, Leute zu haben, die unseren Weg mitgegangen sind. Sie haben bei uns vieles mitgemacht, es gab ja nicht nur Sonne“, so Wörle, „sie haben mit dem ganzen Verein einen Reifeprozess mitgemacht – sie gehören zu uns.“ Was bei den Männern Philipp Lahm, Thomas Müller oder David Alaba sind, verkörpert dieses Trio im Kader der Frauen-Mannschaft.

Wobei die persönliche Situationen kaum unterschiedlicher sein könnten. Lena Lotzen kämpft nach vielen Operationen um ein Comeback, frühestens in der Vorbereitung auf die neue Saison erwartet sie Wörle zurück. Der Vertrag soll aber kein Almosen sein, stellt er klar: „Lena ist eine spezielle Spielerin für uns, uns wir glauben voll daran, dass sie uns wieder auf dem Platz Freude machen wird.“ Vanessa Bürki gehört zwar nicht mehr zur Stammelf, doch an der 30-Jährigen schätzt Wörle, „dass sie immer alles gibt, in jedem Training. Sie zählt zum Kern der Mannschaft.“ Das gilt auch für Viktoria Schnaderbeck, die in der Abwehr unumstritten ist. „Sie ist die Zuverlässigkeit in Person und hat sich hier sukzessive weiterentwickelt“, lobt Wörle die 25-jährige Österreicherin. „Und sie ist ungemein professionell.“

Das bedeutet auch, dass sie zuhört, wenn der Coach was sagt. Selbst wenn es andere längst nicht mehr hören können.

Text: Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

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