Kommt Uli Hoeneß zur Beerdigung?

Udo Lattek: Letzte Ruhe neben seinem geliebten Sohn

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Udo Lattek wird am Dienstag in Köln beerdigt.

München - Am Dienstag nimmt Fußball-Deutschland in Köln Abschied von einem ganz Großen. Udo Lattek († 80) wird beerdigt, nachdem er vor zehn Tagen in der Residenz am Dom gestorben war.

Köln ist zu Latteks Heimat geworden, nachdem er als kleiner Junge aus Ostpreußen vertrieben wurde und seine Familie sich im Rheinland niederließ. In Köln befindet sich auch das Familiengrab der Latteks mit der Grabstätte seines früh verstorbenen Sohnes Dirk (1965 bis 1981). Deutschlands erfolgreichster Vereinstrainer findet seine letzte Ruhe neben seinem geliebten Sohn.

Eine große Prominenten-Beerdigung wollte Latteks Witwe Hildegard nicht organisieren. In den letzten Jahren schon hielt sie ihren Udo aus der Öffentlichkeit, ließ nur wenig Besuch zu. Für die Beerdigung wurden keine Einladungen an die Prominenz verschickt. Doch die Wegbegleiter Latteks werden es sich nicht nehmen lassen, ihm ein letztes Geleit zu geben.

Kommt auch Freigänger Hoeneß?

Nach tz-Informationen haben sich viele Fußball-Größen zusammentelefoniert, um teilzunehmen. Von den Bayern soll eine Delegation mit Franz Beckenbauer, Matthias Sammer und Karl Heinz Rummenigge anreisen. Auch Uli Hoeneß, der als Freigänger einen Extra-Hafturlaub beantragt haben soll, will angeblich zur Beerdigung kommen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber nicht. Weder der FC Bayern noch das bayerische Justizministerium wollten sich auf tz-Anfrage dazu äußern, ob Hoeneß bei der Beerdigung dabei sein darf. Erwartet werden auch Jupp Heynckes, Christoph Daum und Lothar Matthäus.

Wie sehr Lattek seinen Sohn Dirk geliebt und wie sehr ihn sein Tod mitgenommen hat, das ließ er in einem Interview 2011 durchblicken. „Vor 30 Jahren, als er starb, bin ich aus der Kirche ausgetreten. Ich konnte es einfach nicht einsehen, dass ein Junge mit 15 Jahren sterben muss. Er wollte so gerne leben. Da war bei mir Feierabend mit Gott“, erzählte Lattek. „Es war Karneval, der 11.11. Es kam ein Anruf. Ihr Sohn hat Leukämie. Da ist nichts mehr zu machen. Ich wusste drei Monate lang, dass er sterben muss und er wusste es auch. Ich war die ganze Zeit bei ihm. Er hatte höllische Schmerzen, er verhungerte.“

Auf dem Grabstein, vor dem Dienstag die Großen des Sports sich zu seinen Ehren verneigen und Ehefrau Hildegard sowie den beiden Töchtern Sabine und Nadja beistehen werden, ist Udo bereits mit seinem Sohn abgebildet.

tg/mk

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