Rangnick: Ein Aufstieg kommt nie zu früh

So will Leipzig den Bayern Paroli bieten

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Joshua Kimmichs Aufstieg ist für Ralf Rangnick ein Märchen.

Leipzig - Sie haben ihre Muskeln am Transfermarkt noch nicht spielen lassen. Und trotzdem nimmt RB Leipzig Kurs auf die Bundesliga. Ein Juwel hat der Aufsteiger an die Bayern verloren -  es soll das letzte sein.

Bayerns Neuzugang Joshua Kimmich und sein Ex-Verein RB Leipzig haben viel gemeinsam. Beide legen einen rasanten sportlichen Aufstieg hin. Leipzig war vor 18 Monaten noch Regionalligist, und auch Joshua Kimmich wurde kaum etwas zugetraut. Dann hat sich Pep Guardiola den Nachwuchsspieler gewünscht - und bekommen, was er wollte. Im Kicker spricht Ralf Rangnick, warum Leipzig schon reif für den Aufstieg ist. Und hofft, dass seine Spieler zukünftig den Lockruf der Bayern widerstehen können.  

Märchenhaft sei der Aufstieg von Joshua Kimmich, den er zu Bayern ziehen lassen musste. "Vor eineinhalb Jahren haben sie ihm beim VfB Stuttgart nicht zugetraut, in der U23 zu spielen. Und dann nimmt sich Pep Guardiola, einer der weltbesten Trainer, drei Stunden Zeit und erzählt dem Jungen, was er alles mit ihm vor hat."

Leipzig hat noch finanzielle Reserven

Doch auch Leipzig sieht Rangnick kurz vor der Vollendung. "Wenn wir aufsteigen, haben wir mit dem Durchmarsch von der 4. in die 1. Liga etwas Historisches geschafft, was noch niemandem gelang. Unser Bienenschwarm-Fußball soll die Menschen berühren." Der Erfolg gibt dem Projekt, dass von Millionen von Brausehersteller Dieter Mateschitz finanziert wird, recht. Dabei zeigt sich Leipzig auf dem Transfermarkt zurückhaltend.

Rangnick streitet nicht ab, das Leipzig noch über finanzielle Kraftreserven verfügt. Aber der Sportdirektor will die funktionierende Mannschaft nicht auseinanderreißen. "Ich kann Trainer Alexander Zorniger nicht dauernd überfrachten mit meinen Ideen von neuen Spielern."

"Der Aufstieg kommt nie zu früh"

Und trotzdem ist Leipzig mit nur vier Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Der Trainer sprach zuletzt von "Demut" und davon, dass ein weiteres Jahr in der zweiten Liga dem Verein gut tuen könnte. Doch Rangnick ist anderer Meinung."Ich bleibe dabei, dass ein Aufstieg nie zu früh kommen kann."

"Pep zählt ihn zu den Top 18"

Während Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview erklärte, Kimmich sei einer der jungen Spieler, die im Training den Druck auf die Top-Leute hoch halten soll, glaubt Rangnick, dass Kimmich näher an der ersten Elf steht. "Nämlich, dass Pep ihn zu den 18 Top-Spielern zählt. Sonst wäre Joshua da wohl auch nicht hin."

In Zukunft sollen solche Rohdiamanten in Leipzig bleiben. "Wenn wir künftig wieder einmal solche Fälle hätten, dann wollen wir natürlich versuchen, den Spieler zu halten", sagt Rangnick. Die finanziellen Kraftreserven könnten dann angezapft werden. Und auch sportlich will Leipzig dann näher an den FC Bayern gerückt sein.

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