Nartionalspieler kommt von Schalke 04

„Namhafte Konkurrenz“ ausgestochen: Goretzka wechselt zum FC Bayern

Die Spekulationen um Leon Goretzka sind beendet. Der Nationalspieler wechselt im Sommer ablösefrei vom FC Schalke zum FC Bayern. Er passt perfekt ins „deutsche Profil“ der Münchner. Schalke stellt der Abgang von Goretzka vor Probleme.

München - Der FC Bayern München hat den Transfer von Leon Goretzka perfekt gemacht und sich den nächsten hochbegehrten deutschen Nationalspieler gesichert. Der FC Schalke 04 bestätigte am Freitag den Abgang des Mittelfeldspielers im Sommer. Beim deutschen Fußball-Rekordmeister erhält Goretzka einen Vertrag bis zum Sommer 2022 und erweitert das exquisite Münchner Ensemble.

„Gestern hat uns Karl-Heinz Rummenigge informiert, dass Leon den Medizincheck absolviert hat. Wir verlieren einen sehr, sehr guten Spieler“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel am Freitag. Ein Wechsel des zwölfmaligen Nationalspielers noch im Winter sei kein Thema, versicherte Heidel weiter. Abgezeichnet hatte sich der ablösefreie Transfer indes in den vergangenen Wochen schon (alle Entwicklungen im News-Ticker). „Wir haben alles versucht, was machbar ist. Aber im Endeffekt hat es nicht ausgereicht“, räumte Heidel ein.

Heynckes über Goretzka: „Intelligenter Junge, sehr leistungsorientiert“

Goretzka war nach seiner ersten Profispielzeit 2012/2013 beim VfL Bochum zum FC Schalke gewechselt. Der Mittelfeldakteur geht seinen nächsten Karriereschritt nun beim FC Bayern, mit dem der Confed-Cup-Sieger endlich auch nationale Titel gewinnen möchte. Dazu lockt die Champions League als größte Club-Bühne.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hob den „sehr guten Charakter“ Goretzkas hervor. Er sei ein „intelligenter Junge, sehr leistungsorientiert“, so habe es ihm sein Co-Trainer Peter Hermann, der früher für Schalke arbeitete, berichtet. „Das ist für die Bundesliga sehr positiv, aber auch für den FC Bayern.“

Bayern sticht Barcelona, Juventus und ManUnited aus

Beim Werben um Goretzka stach der FC Bayern internationale Topvereine aus. „Wir sind sehr froh, dass sich mit Leon Goretzka ein deutscher Nationalspieler mit großer Perspektive trotz namhafter Konkurrenz aus dem Ausland für den FC Bayern entschieden hat“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der unter anderen den FC Barcelona, Juventus Turin und Manchester United als Wettbewerber bezeichnet hatte.

Der FC Bayern hält sich mit der Verpflichtung Goretzkas an seine Philosophie. „Unser Profil im Transfermarkt ist sehr stark deutsch ausgerichtet. Und ich glaube, wir wären im falschen Film, wenn wir uns mit einem solchen Spieler, deutscher Nationalspieler, 22 Jahre alt, beim Confed Cup ins Blickfeld gerückt, dazu ablösefrei, nicht auseinandersetzen würden“, erläuterte Rummenigge zuletzt bei Sky.

Im Sommer hatten die Münchner schon die drei DFB-Akteure Niklas Süle, Sebastian Rudy und den weiter verliehenen Serge Gnabry verpflichtet. Im Winter war dann Sandro Wagner als neuer Stürmer geholt worden. Goretzka setzt beim FC Bayern zudem die Reihe von abgewanderten Schalkern wie Manuel Neuer oder Thomas Linke fort.

Schalke muss nun kreativ werden. „Wir werden als Ersatz keinen Leon Goretzka verpflichten können, sonst wäre er ja hier geblieben. Aber wir werden das kompensieren, haben die Rückrunde Zeit, um uns Lösungen zu überlegen“, sagte Heidel.

Einen Vierjahresvertrag in Gelsenkirchen mit einem spekulierten jährlichen Verdienst von bis zu zehn Millionen Euro hatte der Leistungsträger ausgeschlagen. „Wir sind traurig und enttäuscht, dass wir Leon als Spieler und Typen verlieren, aber haben die Entscheidung zu akzeptieren. Es steht außer Frage, dass Leon ein wichtiger Baustein ist“, sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco. Zu einem wichtigen Baustein will Goretzka nun an der Isar werden.

dpa/Video: Glomex

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Marius Becker

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