Name geistert an Säbener Straße herum

Kommentar zum Thema Goretzka: Entscheidend ist die Mentalität!

Sven Westerschulze.
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Sven Westerschulze.

Der mögliche Wechsel von Leon Goretzka zum FC Bayern weist auf die Philosophie der Münchner hin. Doch für den Noch-Schalker ist etwas anderes wichtig. Ein Kommentar.

München - Der Name Leon Goretzka geisterte schon seit einiger Zeit an der Säbener Straße herum, dennoch schienen die Bayern-Bosse nach dem doppelten Pokal-K.o. und den feststehenden Abschieden zweier Weltklassespieler mit Philipp Lahm und Xabi Alonso in diesem Transfersommer in größeren Dimensionen zu denken. Die Gespräche mit Arsenals Superstar Alexis Sanchez belegen das. Im defensiven Mittelfeld ist ihre Wahl dagegen auf Leon Goretzka gefallen – ebenso wie Hoffenheims Sebastian Rudy zählt der 22-jährige Schalker nicht zu den internationalen Topstars. 

Die sind heutzutage nur noch schwer zu bekommen, kaum ein Verein gibt seine besten Spieler ab. Also müssen sich die Bayern ihre neuen Stars selbst formen. Wie Niklas Süle zählt auch Goretzka zu den größten Talenten im deutschen Fußball. Entscheidend ist aber die Mentalität! Spielerische Fähigkeiten kann man entwickeln, den unbändigen Siegeswillen dagegen nicht. Dass Goretzka den besitzt, hat er beim Europa-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam bewiesen, als er trotz ausgerenktem Kiefer und Gehirnerschütterung weiterspielte. Dennoch wäre ein Transfer des Schalkers keiner, der den Kader des Rekordmeisters qualitativ aufwertet – zumindest nicht sofort. 

Und einer, der die Strategie der Bayern-Bosse hinterfragen lässt. Mit Joshua Kimmich haben die Roten ein exzellentes Mittelfeld-Juwel, das seine Klasse – anders als Goretzka – auch auf internationalem Parkett bereits nachgewiesen hat. Kimmich soll aber zum Rechtsverteidiger umfunktioniert werden. Von dieser Idee ist übrigens nicht mal Carlo Ancelotti überzeugt.

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